Mehr Schutz für Hilfesuchende und Hilfenetzwerke

Aufgrund des Coronavirus Covid-19 sind viele Menschen auf Hilfe in ihrem Alltag angewiesen. Überall entstehen Hilfenetzwerke, um gefährdete Personen oder Menschen in Quarantäne zu unterstützen. Diese Situation könnten auch Betrüger ausnutzen, um beispielsweise an Geld und Wertsachen der Betroffenen zu kommen. Wie sich jeder sicher Unterstützung organisieren kann und was Hilfsorganisation in diesem Zusammenhang tun können, erklärt die Polizei auf dieser Seite.

Mehr Schutz für Hilfesuchende und Hilfenetzwerke

Aufgrund des Coronavirus Covid-19 sind viele Menschen auf Hilfe in ihrem Alltag angewiesen. Überall entstehen Hilfenetzwerke, um gefährdete Personen oder Menschen in Quarantäne zu unterstützen. Diese Situation könnten auch Betrüger ausnutzen, um beispielsweise an Geld und Wertsachen der Betroffenen zu kommen. Wie sich jeder sicher Unterstützung organisieren kann und was Hilfsorganisation in diesem Zusammenhang tun können, erklärt die Polizei auf dieser Seite.

So finden Sie Hilfe und Unterstützung

  • Überlegen Sie, wer für welche Hilfeleistung ein vertrauensvoller Ansprechpartner wäre.
  • Wenden Sie sich zunächst an Personen, die Sie persönlich kennen und denen Sie vertrauen.
  • Nehmen Sie organisierte Hilfe zum Beispiel über die Kommunalverwaltung, über das DRK, die Kirchen und andere Hilfsorganisationen in Anspruch. Diese Stellen sollten den Kontakt zwischen Ihnen und den Helfenden koordinieren.

Achten Sie bei Übergabe Ihrer Einkäufe auf Ihre Sicherheit

  • Achten Sie auf eine geordnete Übergabe ohne persönlichen Kontakt: Besorgungen sollten vor der Haustür abgestellt werden.
  • Vereinbaren Sie vorab, ob Sie den Einkauf im Voraus oder bei der Übergabe bezahlen. Händigen Sie keinesfalls EC- oder Kreditkarten aus.
  • Bevor Sie Ihre Haustür beim Klingeln öffnen: Vergewissern Sie sich, dass es sich um die angekündigte Hilfe handelt. Fragen Sie z.B. durch ein geöffnetes Fenster, durch die bei vorgelegtem Sperrriegel geöffnete Tür oder durch die Gegensprechanlage, wer vor der Tür steht.
  • Lassen Sie keine Unbekannten in Ihr Haus oder Ihre Wohnung.
  • Ziehen Sie andere Nachbarn für eine Übergabe hinzu, wenn Sie unsicher sind.
  • Melden Sie verdächtige Vorfälle unverzüglich bei der Polizei über den Notruf 110.
  • Nehmen Sie keine Hilfe von Fremden an, die sich unaufgefordert an Sie wenden.
  • Kaufen Sie nichts an der Haustür, das gilt auch für Schutzkleidung, Desinfektionsmittel o. ä. Seien Sie misstrauisch bei verlockenden Angeboten im Internet.
  • Sprechen Sie nicht über Ihre finanziellen Verhältnisse.
  • Reagieren Sie nicht auf angebliche Notsituationen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus, in denen Sie jemanden persönlich oder eine Organisation finanziell unterstützen sollen.

Tipps gegen Betrug an der Haustür

Mehr über Nachbarschaftshilfe

Für Institutionen und Hilfsorganisationen: So organisieren Sie Nachbarschaftshilfe

  • Schaffen Sie möglichst eine zentrale Koordinierungsstelle (über Kommunalverwaltungen, Kirchengemeinden oder andere Hilfsorganisationen) für Hilfesuchende und Helfende.
  • Erfassen Sie unter Berücksichtigung der datenschutzrechtlichen Regelungen die Kontaktdaten. Dokumentieren und überprüfen Sie ggf. die Hilfsdienste. Dies dient auch dazu, bei Fragen oder Unklarheiten später Hilfsleistung nachvollziehen zu können.
  • Verpflichten Sie Helfende auf die Einhaltung der vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Distanzabstände und Hygieneregeln.
  • Informieren Sie Hilfesuchende darüber, wer sie aufsuchen wird. Veranlassen Sie, dass sich Helfende unaufgefordert ausweisen.
  • Schaffen Sie Handlungssicherheit, indem Sie Zahlungsmodalitäten und Regeln wie z. B. in Bezug auf die Übergabe der Einkäufe festlegen.
  • Kommunizieren Sie an die Hilfesuchenden, dass keine Gebühren für die Hilfsdienste entstehen.
  • Wenden Sie sich bei verdächtigen Vorfällen direkt an Ihre örtliche Polizeidienststelle.