Täter von Vandalismus

Vandalismus hat viele Gesichter und ist vor allem in Gemeinden oder kleineren Städten zuhause. Er tritt häufig in Form von Sachbeschädigung in Erscheinung, die nicht selten aus einer sich zuspietzenden Gruppendynamik erwachsen. Kinder und Jugendliche geraten dabei überproportional oft in Tatverdacht.

Täter von Vandalismus

Vandalismus hat viele Gesichter und ist vor allem in Gemeinden oder kleineren Städten zuhause. Er tritt häufig in Form von Sachbeschädigung in Erscheinung, die nicht selten aus einer sich zuspietzenden Gruppendynamik erwachsen. Kinder und Jugendliche geraten dabei überproportional oft in Tatverdacht.

Vandalismus hat viele Gesichter: Blinde Zerstörungswut und Sachbeschädigung

Ist die Rede davon, dass andere „wie die Vandalen gehaust“ hätten, so weiß jeder, was gemeint ist: Dennoch gilt der Begriff "Vandalismus" keineswegs als fest umrissener Straftatbestand. Dazu kann sich Vandalismus in allzu unterschiedlicher Erscheinungsform äußern. Fest steht lediglich: Die Zerstörungswut richtet sich gegen öffentliche Einrichtungen oder privates Eigentum und zeigt sich in erster Linie als Sachbeschädigung.

Zerstörte Schaufenster, zerstochene Autoreifen, abgebrochene Pkw-Außenspiegel und -Antennen, herausgerissene Telefonkabel, abgebrannte Heustadel und Hütten oder mutwillig verschmierte oder besprühte Wandflächen: Die Schneise der Verwüstung durch Vandalismus ist breit. Dem aber nicht genug: Vandalismus kann auch in Form vorsätzlicher Brandstiftung, als Umwelt-Straftat, schwerer Hausfriedensbruch oder Landfriedensbruch auftreten.

Vandalismus ist eher in kleinen oder mittleren Gemeinden (bis 20.000 Einwohner) und in Städten mit 20.000 bis 100.000 Einwohner „zu Hause“. Stichwort Brandstiftung und Sachbeschädigung: Hier geraten unverhältnismäßig viele Kinder und Jugendliche unter Tatverdacht, wobei Sachbeschädigungen nicht selten aus der Gruppe heraus erfolgen. Unter dem Einfluss der Gruppe werden Kinder oder Jugendliche oft zu einem unkontrollierten kollektiven Verhalten gedrängt. Nicht selten wird dieser Effekt durch Alkohol noch verstärkt.

Da sich Vandalismus am häufigsten als eine Form der Sachbeschädigung äußert, gibt es statistische Daten für dieses Delikt: So wurden im Jahr 2017 insgesamt 577.010 Sachbeschädigungen gezählt, das sind 3,2 Prozent "weniger" als im Jahr 2016 mit 596.367 Fällen.

2017 wurden bundesweit 10.919 Kinder und 21.713 Jugendliche (zwischen 14 und 18 Jahre) wegen Sachbeschädigung angezeigt. Die Anteile der tatverdächtigen Kinder (8,4 Prozent) und Jugendlichen (16,7 Prozent) in diesem Deliktbereich sind überproportional hoch.

Zum Vergleich: Unter allen 2017 ermittelten Tatverdächtigen waren 3,5 Prozent Kinder (74.897) und 9,0 Prozent Jugendliche (190.294) vertreten.

Sechs Tipps gegen die Lust an der Zerstörung
  1. Schauen Sie nicht weg, wenn Sie beobachten, dass jemand öffentliche Einrichtungen oder Privateigentum beschädigt. Erstatten Sie Anzeige.
  2. Seien Sie vorsichtig, wenn Sie selbst eingreifen! Beachten Sie hierzu unsere Hinweise zu Zivilcourage Gewalt gegen Sachen kann leicht auch zu Gewalt gegen Personen eskalieren - zumal dann, wenn Alkohol im Spiel ist oder wenn eine Gruppe von Tätern auftritt.
  3. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über den Wert und Nutzen öffentlicher Einrichtungen. Machen Sie ihm klar, dass jede Beschädigung von uns allen bezahlt werden muss. Verdeutlichen Sie ihm auch, dass Einrichtungen wie Telefonzellen im Notfall lebensrettend sein können.
  4. Seien Sie Vorbild dabei, wie mit öffentlichem und privatem Eigentum umgegangen werden sollte.
  5. Wenn Sie Zeuge von Vandalismus werden, geben Sie der Polizei möglichst genaue Hinweise zur Tatzeit, zum Tatort, zu den Tätern und zu eventuell benutzten Fahrzeugen.
  6. Melden Sie umgehend Vandalismusschäden, von denen eine Gefahr für die Mitbürger ausgehen kann.

 

Bitte beachten Sie:

Rat und Hilfe zum Thema "Vandalismus" finden Sie auch bei den Erziehungsberatungsstellen der Jugendämter. Darüber hinaus stehen Ihnen in den Jugendsachbearbeitern bzw. Jugendbeauftragten der Polizei jederzeit kompetente Ansprechpartner zur Verfügung.

Informationen finden Sie auch unter www.aktion-tu-was.de

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