Selbstbehauptung: Angriffe abwehren lernen

Selbstbehauptungskurse zeigen das sichere Verhalten bei einem körperlichen Angriff. Entscheidend ist, dass nicht nur die Gegenwehr bei fremden Angreifern geschult wird.

 

 

 

 

Selbstbehauptung: Angriffe abwehren lernen

Selbstbehauptungskurse zeigen das sichere Verhalten bei einem körperlichen Angriff. Entscheidend ist, dass nicht nur die Gegenwehr bei fremden Angreifern geschult wird.

Sich zur Wehr zu setzen, kann Schlimmeres verhindern: Viele Täter brechen ab, wenn ein Opfer sich massiv wehrt. Das berichten vor allem betroffene Frauen. Mit viel Gegenwehr konnten sogar neun von zehn Frauen den Täter zur Aufgabe bewegen.

Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskurse richten sich oft an Frauen, um sie fit für den Ernstfall zu machen. Grundsätzlich sind solche Angebote für jedes Geschlecht und jede Altersgruppe geeignet. Dafür gibt es viele Kurse und Trainings. Nicht selten werben Anbieter auch mit unlauteren Methoden für ihre kostenpflichtigen Veranstaltungen. Deswegen sollte bei der Auswahl eines Kurses einiges beachtet werden.

In Selbstbehauptungskursen geht es darum, sich der eigenen Kraft und Stärke bewusst zu werden und selbstsicher aufzutreten. Es werden Reaktionen auf die alltäglichen Grenzverletzungen eingeübt, zum Beispiel bei ungewolltem Körperkontakt. In Kursen zur Selbstverteidigung werden körperliche Techniken für den Ernstfall erlernt. Grundsätzlich ist zu beachten, dass alle körperlichen Techniken lange geübt werden sollten. Dann können sie in einer bedrohlichen Situation sicher angewendet werden.

In kombinierten Sicherheits- und Selbstbehauptungstrainings werden verschiedene Gefahrensituationen aufgezeigt und entsprechende Verhaltensempfehlungen für den Schutz eines Opfers vermittelt.

Folgende Fragen helfen Ihnen, einen guten Kurs zu finden:

  • Arbeitet der Anbieter der Kurse mit Fachleuten örtlicher Hilfestellen zusammen?

  • Werden nur körperliche Widerstandsformen gezeigt? Dann handelt es sich um Selbstverteidigungstechniken, die lange geübt werden müssen, um diese anwenden zu können.

  • Üben die Trainer Überraschungsangriffe im Rollenspiel? Diese können bei Ängste auslösen. Nur wer will, sollte dann an einem Rollenspiel teilnehmen.

  • Schüren Kursanbieter Ängste, indem sie auf steigende Kriminalität und überfallartige Sexualstraftaten verweisen? Hierbei handelt es sich häufig um unseriöse Werbestrategien!

  • Wird darauf eingegangen, dass viele Täter aus dem näheren sozialen Umfeld kommen? Ein qualitativ guter Kurs wird seine Schwerpunkte an den realen Verhältnissen ausrichten und sich deutlich mit Gewalt im sozialen Nahraum beschäftigen.

  • Verfügen die Trainer über eine fachliche Ausbildung und sozialpädagogisches Wissen?

  • Wirbt der Anbieter mit der Polizei oder arbeitet er mit ihr zusammen? Erkundigen Sie sich danach bei Ihrer nächstgelegenen Polizeidienststelle.