Betrug an der Haustür - gängige Maschen und wie man sich davor schützt

Betrüger klingeln an der Haustür mit einem vermeintlich dringlichen Problem.

Sie klingeln an der Tür, geben sich als Fachleute aus, sehen angeblichen Reparaturbedarf, verlangen viel Geld und richten mitunter erst einen Schaden an. Falsche Handwerker, Dienstleister oder Amtspersonen täuschen dringenden Handlungsbedarf vor, um Zugang zu Wohnungen und Häusern zu erhalten. Achtung! Betrüger nutzen Ihr Vertrauen aus und wollen Sie um Ihr Geld bringen oder Wertsachen stehlen. Informieren Sie auch Ihre Angehörigen.

Von falschen Handwerkern und vorgetäuschter Not

Typisch für beinahe alle Betrugsmaschen sind dabei Zeitdruck („muss sofort gemacht werden“), fehlende schriftliche Angebote, Barzahlung und keine überprüfbare Firmenadresse.

Unter einem Vorwand versuchen Betrüger Zutrittzu Mehrfamilienhäusern oder Wohnungen zu erhalten. Oft klingeln die Betrüger und geben sich als Handwerker aus. Eine häufige Variante ist, dass die Kriminellen gezielt Einrichtungen des betreuten Wohnens aufsuchen. Dabei zögern diese nicht, auch Notsituationen vorzutäuschen, etwa eine Pkw-Panne.

Im Haus machen sich die Betrüger dann zum Beispiel an den häufig in unverschlossenen Räumen untergebrachten Heizungsanlagen zu schaffen. Darauffolgend klingeln sie bevorzugt bei Seniorinnen und Senioren und behaupten, sie seien von der Hausverwaltung geschickt worden, um einen Schaden an der Heizung oder einen Wasserrohrbruch zu beheben. Sobald die Opfer sie in die Wohnung lassen, lenken sie diese ab und suchen nach Beute: Bargeld, Schmuck und andere Wertgegenstände.

Betrüger sind erfinderisch

Dies ist nur ein Beispiel von vielen: Im Grunde sind es nurwenige Tricks, zu denen sich Betrüger aber immer neue Varianten einfallen lassen. So treten sie in ganz unterschiedlichen Rollen auf: als Hilfsbedürftige (bspw. Vortäuschen einer PKW-Panne, sie bitten die Toilette nutzen zu dürfen oder um ein Glas Wasser), als Handwerker in Arbeitskleidung oder vermeintlich seriöse Vertreter. Sie geben sich sogar als angebliche Amtsperson aus, um Sie zu täuschen.

Lassen Sie deshalb niemals Fremde in Ihre Wohnung!

Tipps der Polizei zum Schutz vor falschen Handwerkern & Co.

Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Wehren Sie sich energisch gegen zudringliche Besucher, sprechen Sie sie laut an oder rufen Sie um Hilfe und zögern Sie nicht, wenn Sie verdächtige Fremde im Gebäude beobachten, die Polizei zu verständigen. Außerdem:

  • Bestellen Sie Unbekannte zu einem späteren Zeitpunkt wieder und ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu. Öffnen Sie Unbekannten nur bei vorgelegtem Sperrriegel.
  • Lassen Sie nur Mitarbeitende von Handwerksbetrieben oder der Hausverwaltung in Ihre Wohnung, die Sie selbst bestellt haben oder die von Ihrer Hausverwaltung vorab angekündigt worden sind. Das gleiche gilt für vermeintliches Personal der Stadtwerke oder Ableser von Gas-/Stromzählerständen.
  • Verlangen Sie von Amtspersonen grundsätzlich den Dienstausweis und prüfen Sie ihn sorgfältig auf Druck, Foto und Stempel. Rufen Sie im Zweifel vor dem Einlass die entsprechende Behörde an. Suchen Sie deren Telefonnummer unbedingt selbst heraus!

Weitere Informationen und Tipps finden Sie auf folgenden Seiten:

Haustürbetrug

 

Trickdiebstahl in Wohnungen

 

Diese und weitere Informationen zum Schutz vor vielen Kriminalitätsformen können Sie auch in unserer kostenlosen Broschüre für Senioren nachlesen:

Im Alltag sicher leben

 

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Unseriöse Handwerker