Wie funktioniert der Betrug?
Kriminelle erschleichen sich hochwertige Fahrzeuge oft durch kreditfinanzierten Kauf mit gefälschten Papieren – etwa durch manipulierte Gehaltsnachweise, gefälschte Personalausweise oder Scheinfirmen.
Woran erkennen Sie einen Betrug?
Achten Sie auf diese Warnsignale:
- Zahlungsausfall: Der Leasingnehmer begleicht die Raten nicht mehr.
- Verschwinden des Fahrzeugs: Nach Ende der Leasingzeit wird das Auto nicht zurückgegeben.
- Kein Kontakt möglich: Der Leasingnehmer ist plötzlich nicht mehr erreichbar.
Handeln Sie schnell!
Wahrscheinlich liegt hier eine Straftat nach §263 StGB (Betrug) oder §246 StGB (Unterschlagung) vor. Melden Sie den Vorfall sofort bei der Polizei, um Fahndungsmaßnahmen zu ermöglichen.
Wo können Sie Anzeige erstatten?
- Persönlich bei Ihrer nächstgelegenen Polizeidienststelle
- Online über das Polizei-Onlineportal
Welche Unterlagen werden für die Anzeige benötigt?
Für eine schnelle und effektive Bearbeitung sollten Sie folgende Unterlagen und Informationen bereithalten:
- Vertragsdetails: Vollständige Forderungsaufstellung (gezahlte Raten, offene Forderungen) und alle Daten zum Leasing- oder Finanzierungsvertrag.
- Identitätsnachweise: Lesbare Kopien der vorgelegten Ausweisdokumente des Leasingnehmers.
- Bonitätsdaten: Informationen zur finanziellen Situation des Leasingnehmers.
- Weitere Verträge: Übersicht über bestehende Verträge mit dem Darlehens- oder Leasingnehmer.
- Fahrzeuginformationen: Fahrgestellnummer (FIN), IMEI, IMSI oder Connect-Dienste-Daten.
- Korrespondenz: Mahnungen, Kündigungsschreiben oder Aufforderungen zur Rückgabe.
- Ermittlungsstand: Bereits eingeleitete Maßnahmen wie Rückholversuche, eigene Ermittlungen oder Ergebnisse.
- Ansprechpartner: Name und Kontaktdaten des zuständigen Ansprechpartners bei Ihrer Institution.
Weitere Informationen erhalten Sie im Faltblatt „Betrügerisches Erlangen und Unterschlagung von Fahrzeugen“ des Bundeskriminalamts.
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