Handeln gegen sexuellen Missbrauch und Gewalt an Kindern

Mädchen am Boden wehr sich panisch mit den Händen.

©canva

Die aktuellen Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts zum Deliktbereich „Gewalt an Kindern“ zeigen es deutlich: Die Corona-Pandemie hat die Fallzahlen ansteigen lassen. Die Polizei gibt Handlungsempfehlungen, um gegen Gewalt an Kinder und sexuellen Missbrauch vorzugehen.

Sexueller Missbrauch von Kindern geschieht nicht in der Öffentlichkeit, sondern in der Familie, in der Verwandtschaft oder im engeren Bekanntenkreis. Die enge Beziehung zwischen Opfer und Täter erhöht auch die Wahrscheinlichkeit, dass der Missbrauch über eine längere Zeit, intensiv und mit mehr (psychischer) Gewalt ausgeübt wird.

Schon zu Beginn der Corona Pandemie wurde von vielen Organisationen und der damaligen Familienministerin Franziska Giffey davor gewarnt, dass durch die Kontaktbeschränkungen, den Schul- und Kitaschließungen und den wegfallenden Hilfs- und Beratungsmöglichkeiten die Fälle von sexuellem Missbrauch weiter ansteigen könnten.

 

Fälle von sexuellen Missbrauch steigen

2020 wurden 14.594 Fälle (2019: 13.670 Fälle) in der bundesweiten Polizeilichen Kriminalstatistik registriert. Mehr Zahlen und Fakten sind in unserer Infografik "Sexueller Missbruach von Kindern" veröffentlicht. Die Anzahl der angezeigten und ausgewiesenen Fälle des sexuellen Missbrauchs ist bezüglich des tatsächlichen Ausmaßes nur begrenzt aussagefähig, da gerade in diesem Deliktsbereich die Dunkelziffer hoch eingeschätzt werden muss.

 

Sexuelle Gewalt und Kinderpornografie

Verbale Belästigungen, sexuelle Berührungen, exhibitionistische Handlungen, Masturbation sowie orale, vaginale und anale Vergewaltigungen sind die häufigsten Formen der sexuellen Gewalt an Kindern. Nicht vergessen werden darf die Kinderpornografie, die durch das Internet besonders schnell verbreitet wird.

 

Präventive Arbeit der Polizei

Die Polizei macht seit Jahren auf dieses wichtige Thema aufmerksam. Aktuell zeigt die Kampagne gegen die Verbreitung von Kinderpornografie „Sounds Wrong“, wie schon Kinder und Jugendliche mit der Darstellung von sexueller Gewalt an Kindern in Kontakt kommen. Solche strafbaren Bilder und Videos werden vermehrt in Schülerchats weiterverbreitet. Man spricht dabei von Schulhofkriminalität. Darüber klärt sehr anschaulich unsere Kampagne #denkenstattsenden auf.

 

Die Kampagne „Missbrauch verhindern“ zeigt Erwachsenen, wie Sie Kinder vor sexuellem Missbrauch durch Aufmerksames Verhalten schützen können.

Missbrauch verhindern

Broschüre Missbrauch Verhindern

 

Kampagne gegen die Verbreitung von Kinderpornografie

Zur Kampagne

FAQ zu Kinderpornografie

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