Online-Betrug – Abofallen

Abofallen sind Webseiten oder Apps, die mit vermeintlich kostenlosen Angeboten locken – etwa Rezepten, Gewinnspielen, Horoskopen oder PDF-Downloads. Erst im Kleingedruckten findet sich ein Hinweis auf ein kostenpflichtiges Abonnement. Viele Betroffene merken erst nach Erhalt einer Rechnung, dass sie (angeblich) ein Abo abgeschlossen haben.

So erkennst du den Betrug

  • Ein Angebot wirbt damit, kostenlos zu sein (z. B. ein „Gratis-Abo“), verlangt aber trotzdem deine Zahlungsdaten.
  • Wichtige Kostenhinweise verstecken sich tief im Kleingedruckten oder hinter winzigen Sternchentexten am Seitenende.
  • Der übliche „Kaufen“-Button ist irreführend beschriftet, zum Beispiel mit „Anmelden“ statt „Zahlungspflichtig bestellen“.

 

So schützt du dich

  • Achte darauf, dass der Bestell-Button eindeutig beschriftet ist. Es gibt gesetzliche Vorgaben. Abweichungen können ein Indiz für Betrug sein.
  • Dokumentiere den Prozess. Mach zum Beispiel Screenshots von Angeboten, die als „kostenlos“ beworben werden, bevor du deine Daten eingibst. Das hilft, um später gegen den Betrug vorzugehen.
  • Widersprich unberechtigten Abbuchungen sofort bei deiner Bank oder deinem Mobilfunkanbieter (setze ggf. auch eine sogenannte Drittanbietersperre).

 

Praxisbeispiel

Du möchtest schnell eine Anleitung für dein nächstes Heimwerkerprojekt als PDF herunterladen. Die Seite verlangt eine Registrierung – angeblich „kostenlos“. Erst Tage später erhältst du eine Rechnung über 89 € für ein Jahresabo, das du nie bewusst abgeschlossen hast.

Wie hilft die SHS-Regel?

 

Stoppen

Registrierungen nicht hektisch ausfüllen – besonders dann, wenn kein klarer Preis angegeben ist.

 

Hinterfragen

Registrierungen nicht hektisch ausfüllen – besonders dann, wenn kein klarer Preis angegeben ist.

 

Schützen

Bei falschen Rechnungen: Nicht zahlen, sondern (schriftlich) widersprechen. Screenshots machen. Browser-Warnungen beachten und seriöse App-Stores nutzen.