Kostenfalle: In-App-Käufe
Vermeintlich kostenlose Spiele-Apps können besonders für Kinder auch zur Kostenfalle werden, wenn so genannte In-App-Käufe für zusätzliche Funktionen nicht deaktiviert sind,.Denn die Zusatzkosten für ein "neues Leben", das nächste Level oder eine "Wunderwaffe" werden oft nicht klar gekennzeichnet.
Besonders bei Spiele-Apps ist es gängige Praxis, dass bestimmte Funktionen nur gegen Geld erworben werden können oder das Spiel z.B. nach den ersten Leveln nur fortgesetzt werden kann, wenn eine Vollversion erworben wird. Diese sogenannten In-App-Käufe werden direkt in der App selbst getätigt - iemmer neue Features verlocken anhaltend zu weiteren Käufen.
Eltern sollten daher nicht nur auf die Spieldauer des Nachwuchses achten, sondern auch auf die Sicherheit der Spiele und die Kosten.
Falsche Gewinnversprechen: Lockmittel „Guthaben“
Ein aktueller Trend sind Apps, die mit schnellen Auszahlungen auf das Konto von Onlinezahlungsdiensten werben. Die Realität sieht jedoch meist ernüchternd aus:
- Zeitfalle: Um Mindestbeträge zu erreichen, müssen Nutzer oft unzählige Stunden investieren, wobei die Belohnungen immer geringer werden, je näher man dem Ziel kommt.
- Auszahlungsstopp: Häufig werden Konten genau dann gesperrt oder Auszahlungen verweigert, wenn eine Transaktion beantragt wird.
- Zusatzkosten: Manche unseriösen Anbieter verlangen vor einer angeblichen Gewinnauszahlung eine Einzahlung für „VIP-Pakete“ oder Gebühren – leisten Sie solche Zahlungen niemals!
Checkliste: So spielen Sie sicher
Damit der Spielspaß dauerhaft erhalten bleibt, sollten Sie folgende Sicherheitsvorkehrungen treffen:
- Lassen Sie über Ihren Netzbetreiber eine sogenannte Drittanbieter-Sperre für das Smartphone einrichten.
- Nutzen Sie die Einstellungen in Android (PlayStore-Authentifizierung) oder iOS (Bildschirmzeit), um In-App-Käufe mit einem Passwort zu schützen oder komplett zu deaktivieren.
- Informieren Sie sich bei der USK oder auf Portalen wie Elternguide.online, ob ein Spiel für die Altersgruppe Ihres Kindes geeignet ist.
- Seien Sie skeptisch bei Apps ohne klares Impressum, bei Gewinnversprechen oder wenn die App Zugriff auf unnötige Daten wie Kontakte oder Standort verlangt.
- Rezensionen in App-Stores können manipuliert sein. Suchen Sie stattdessen nach unabhängigen Erfahrungsberichten.
So deaktivieren Sie In-App-Käufe
Android: In den Einstellungen des PlayStores können Sie unter dem Menüpunkt „Authentifizierung“ dieselbe für Käufe bei Google Playaktivieren.
iOS: Unter Einstellungen, "Bildschirmzeit", können für „Käufe in iTunes & App Store“ In-App-Käufe verboten werden. Für künftigeÄnderungen der Einstellungen wird ein vierstelliger Code gewählt.
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Altersfreigabe von Spiele-Apps überprüfen
Immer wieder nutzen Kinder und Jugendlichen Spiele-Apps, die nicht für ihre Altersgruppe freigegeben sind. Ist ein Spiel im Freundeskreis eines Kindes erst einmal etabliert, wird selten die Altersfreigabe geprüft. Dabei wäre das gerade bei Spielen besonders wichtig. Denn es kommt vor, dass diese zunächst keiner Altersbeschränkung unterlagen, im Nachhinein aber eine Einstufung erhalten, weil sie für Kinder ungeeignet sind. Deswegen sollten sich Eltern regelmäßig darüber informieren, welche Spiele bei ihren Kindern besonders beliebt sind und welche USK-Einstufung diese haben. Zu vielen beliebten Apps gibt es im Internet, z.B. bei Elternguide.online, hilfreiche Informationen für Eltern.
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