Drogenkonsum erkennen

Der Griff zur Droge: Warum?

Drogengefährdung und Abhängigkeit von Drogen entwickeln sich nicht von heute auf morgen. Einer möglichen "Drogenkarriere" geht ein komplexes Geflecht von Ursachen voraus. Diese können in der Persönlichkeit des Betroffenen, seinem sozialen Umfeld und der Anziehungskraft oder der Verfügbarkeit von Drogen liegen.

  • Betroffen sind oft Menschen, die nicht gelernt haben, Konfilikte durchzustehen oder Enttäuschungen zu ertragen,
  • Menschen mit einem zu geringen Selbstwertgefühl, mit der Furcht, zu versagen oder in der Gruppe nicht anerkannt zu werden oder
  • Menschen, die von Langeweile, Wut, Angst oder Einsamkeit erdrückt werden.

Ursachen für den Griff zur Droge können auch Schwierigkeiten in der Familie, in der Schule oder im Beruf sein, die Trennung von geliebten Menschen, wenig emotionale Zuwendung, übersteigerte Leistungserwartungen oder schlechte Zukunfsperspektiven.

Drogen können auch angenehme Empfindungen erzeugen und schlechte Gefühle vorübergehend ausblenden oder sie erträglicher erscheinen lassen. Erleichtert wird der Konsum durch die jeweilige Verfügbarkeit der Droge.

 

Anzeichen für Drogenkonsum
  • regelmäßiger Konsum von Alkohol bzw. Konsum von Alkohol in großen Mengen
  • regelmäßiges Rauchen mehrerer Zigaretten am Tag
  • ständige Einnahme von Medikamenten zur Beruhigung oder zum Abbau von Stress
  • ungewöhnliche Zustände von Benommenheit und innerer Abwesenheit
  • Unruhe, Zittern, Schweißausbrüche
  • blasses, krankes Aussehen, Gewichtsverlust
  • sozialer Rückzug, Aufgabe oder Wechsel des Freundeskreises
  • Vernachlässigung oder Aufgabe von Hobbys und Interessen
  • Straftaten und/oder Verkehrsdelikte
  • Lustlosigkeit, Apathie, permanente Müdigkeit
  • starker Leistungsabfall in Schule, Sport, Ausbildung oder Beruf
  • häufige Aggressivität, depressives Verhalten
  • unerklärlich hoher Geldbedarf

Diesen Anzeichen sollte man auf den Grund gehen - insbesondere, wenn sie gehäuft oder über einen längeren Zeitraum auftreten. Eltern können sich zunächst mit anderen Bezugspersonen, mit Lehrern, Erziehern oder Freizeitbetreuern beraten. Wenn sich der Eindruck eines Problems verdichtet, kann auch die Unterstützung durch eine Beratungsstelle hilfreich sein.

Medien zum Thema

Broschüre Sehn-Sucht
Informationen für Eltern und Erziehungsverantwortliche

Herunterladen

Website Polizei für Dich
Informationen für Kinder und Jugendliche

Zur Website