Was ist Lachgas?
Bei Lachgas handelt es sich um Distickstoffmonoxid, ein farb- und geruchloses (Treibhaus-)Gas, das immer häufiger missbräuchlich als psychoaktive Substanz konsumiert wird. Bei unsachgemäßem Gebrauch ähnelt die Wirkung anderen illegalen Drogen und kann zu Rauschzuständen führen, begleitet von einem Gefühl der Entspannung und kurzfristiger Euphorie.
Abgabe an Minderjährige verboten
Seit April 2026 ist der Verkauf bzw. die Abgabe von Lachgas an Kinder und Jugendliche verboten - egal ob im Ladengeschäft, online oder an Automaten. Sowohl der Erwerb als auch reine Besitz sind für Minderjährige untersagt.
Warum ist Lachgas gefährlich?
Der Konsum von Lachgas unter Jugendlichen hat in den letzten Jahren stark zugenommen, oft verharmlost durch soziale Medien. Doch hinter dem scheinbaren „Kick“ verbergen sich ernsthafte Gefahren:
- Akute Symptome: Übelkeit, Schwindel, Benommenheit, Halluzinationen und starke Kopfschmerzen.
- Körperliche Schäden: Erfrierungen an Mund und Rachen sowie Risse im Lungengewebe durch unsachgemäße Anwendung.
- Langzeitschäden: Regelmäßiger Konsum führt zu Vitamin-B12-Mangel, was schwere, teils dauerhafte Nerven- und Hirnschäden, Gangstörungen und neurologische Ausfälle verursachen kann.
- Lebensgefahr: Im schlimmsten Fall kann der Konsum tödlich enden, insbesondere bei Mischkonsum mit Substanzen wie Cannabis, GHB oder Ketamin.
Unkalkulierbares Risiko: Kombination mit anderen Substanzen
Besonders gefährlich wird Lachgaskonsum in Kombination mit anderen (illegalen) Drogen, wie Cannabis, GHB oder Ketamin. Durch den Mischkonsum kann zum einen die hallozinogene Wikrung verstärkt werden, zum anderen steigt das - unkalkulierbare - Risiko für Nebenwirkungen, die zum Tod führen können.
Wie Sie Jugendliche schützen können
Als Eltern und Lehrer spielen Sie eine entscheidende Rolle dabei, Jugendliche über die Risiken aufzuklären und sie zu unterstützen, richtige Entscheidungen zu treffen. Stärken Sie vor allem die Resilienz Ihrer Kinder: Ermutigen Sie Jugendliche, ein verantwortungsbewusstes Verhalten zu entwickeln, und besprechen Sie gemeinsam Möglichkeiten, sich bei Konfrontationen mit Lachgas und anderen Drogen zu behaupten und NEIN zu sagen.
- Stärken Sie die Resilienz: Ermutigen Sie Jugendliche, in Gruppendruck-Situationen NEIN zu sagen.
- Sensibilisierung: Sprechen Sie offen über die langfristigen Auswirkungen auf die schulische und soziale Entwicklung.
- Handeln Sie bei Verstößen: Wenn Sie auf Onlineshops oder Social-Media-Profile stoßen, die Lachgas entgegen der gesetzlichen Vorgaben zum Verkauf anbieten, können Sie dies über das Hotlineformular von jugendschutz.net melden.
Hilfe und Informationen
Ressourcen wie www.drugcom.de und www.digisucht.de bieten fundierte Informationen über Substanzen und deren Wirkungen und geben Auskunft über Beratungsangebote.
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