Polizeiliche Kriminalprävention - So schützen Sie sich vor Kriminalität. Ihre Polizei.

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teaser_ueber-unsPolizeiliche Kriminalprävention geht uns alle an

Sicherheit gehört zu den essentiellen Grundbedürfnissen des Menschen und ist ein wesentlicher Bestandteil der Lebensqualität. Einen grundlegenden Beitrag zur Stärkung der Sicherheit beziehungsweise des Sicherheitsgefühls kann in diesem Zusammenhang die Kriminalprävention leisten. Sie umfasst alle staatlichen und privaten Programme und Maßnahmen, die Kriminalität als gesellschaftliches Phänomen oder auch als individuelles Ereignis verhüten, vermindern beziehungsweise in ihren Folgen gering halten sollen.

Kriminalprävention versteht sich als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Ihr gerecht zu werden, ist nur auf dem Wege einer nachhaltig wirkenden Strategie und eines übergreifenden, integrativen Gesamtkonzeptes möglich. In dessen Verantwortung einbezogen werden sollten neben der Polizei und der Politik auch andere staatliche und nichtstaatliche Stellen wie die Wirtschaft, die Medien und - nicht zuletzt - natürlich auch die Bevölkerung selbst.

Eine wirksame Präventionsarbeit erweist sich mehr und mehr auch als entscheidender Standortfaktor. Wie die Erfahrung zeigt, ist Sicherheit eine unerlässliche Voraussetzung für wirtschaftliche Entwicklung und Stabilität. Durch Kooperation auf allen gesellschaftlichen Ebenen trägt Kriminalprävention ganz wesentlich zur Entstehung eines Klimas von Selbstbewusstsein, Toleranz und Solidarität bei, aus dem heraus - auch im ökonomischen Sinne - Sicherheit erwachsen kann.


ProPK - Ihre "Drehscheibe" länderübergreifender Präventionsarbeit

Das Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) verfolgt seit nunmehr 40 Jahren das Ziel, die Bevölkerung, Multiplikatoren, Medien und andere Präventionsträger über Erscheinungsformen der Kriminalität und Möglichkeiten zu deren Verhinderung aufzuklären. Dies geschieht unter anderem durch kriminalpräventive Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und durch die Entwicklung und Herausgabe von Medien, Maßnahmen und Konzepten, welche die örtlichen Polizeidienststellen in ihrer Präventionsarbeit unterstützen.


Für die Arbeit des ProPK sind zwei Grundsatzpapiere maßgebend:

Das Rahmenkonzept

Im Rahmenkonzept ist festgelegt, wie das Programm Polizeiliche Kriminalprävention zentral gesteuerte kriminalpräventive Kommunikation betreiben soll. Diese Kommunikation richtet sich nach innen und nach außen. Die Kommunikation nach innen richtet sich an die Polizeibehörden bundesweit, um diese über die Themen der Polizeilichen Kriminalprävention zu informieren.

Im Rahmen der nach außen gerichteten kriminalpräventiven Kommunikation sind folgende Aufgaben zu erfüllen:

  1. Unterstützung der örtlichen Polizeibehörden:
    - bei ihrer Beratung unmittelbar Beteiligter durch die Bereitstellung beratungsunterstützender Medien.
    - bei ihrer Zusammenarbeit mit Multiplikatoren durch die Bereitstellung von Medien, die spezifische Probleme zielgruppenorientiert aufarbeiten.
    - bei ihrer Zusammenarbeit mit Verantwortungsträgern durch die Bereitstellung von Werbe- und Informationsträgern.
    - bei einer professionellen Medien- und Pressearbeit.
  2. Eigenständige kriminalpräventive Werbung, welche die Identifikation mit grundgesetzlich verankerten Werten fördern soll.
  3. Medienarbeit mit Redaktionen von bundesweiter Bedeutung.

Das Programm Polizeiliche Kriminalprävention (ProPK) kann nicht in eigener Entscheidung Maßnahmen zur Beratung unmittelbar Beteiligter treffen. Hierfür sind die örtlichen Polizeidienststellen und Behörden selbst zuständig, weil der deliktsspezifische Bedarf in jeder Behörde zu jeder Zeit ein anderer ist. Das ProPK konzentriert sich vielmehr auf die Unterstützung dieser Bemühungen - mit dem Ziel, den Behörden Materialien zur Verfügung zu stellen, die sie in die Lage versetzen, ihre Aufgaben besser zu erfüllen.

Das Kommunikationskonzept

Das Kommunikationskonzept begreift sich als eine aus dem Rahmenkonzept abgeleitete Werbestrategie, die festlegt, wie die kriminalpräventive Kommunikationsarbeit des ProPK durchgeführt werden soll.

Im Wege der nachfrageorientierten Kommunikation erhebt die Polizei durch Marktforschung empirische Daten über die Interessenlage der Bürgerinnen und Bürger sowie der polizeilichen Basis. Unsere bürger-, zielgruppen- und problemlösungsorientierte Kommunikation ist langfristig angelegt. Dadurch wollen wir jedem Problem innerhalb unserer Aufgaben entsprechend effizient und nachhaltig begegnen – damit unser Programm, unsere Medien und unsere Aktionen in der Bevölkerung angenommen werden und so zur Verhinderung von Straftaten beitragen.

Diese bürger-, zielgruppen- und problemlösungsorientierte Kommunikation ist langfristig und dialogorientiert angelegt. Überdies birgt sie einen Dreifach-Vorteil in sich: mehr Effektivität, mehr Effizienz und höhere Chancen auf größere Akzeptanz innerhalb und außerhalb der Polizei.