Straßenraub

Bedenkliche „Nehmerqualitäten“

Straßenraub als die am häufigsten auftretende Form unter den Raubdelikten spielt besonders in Großstädten eine herausragende Rolle. Gerade dort hat sie wegen der erkennbaren Zunahme von Aggressivität und Brutalität sowie dem verstärkten Einsatz von Waffen Angst und Verunsicherung in der Bevölkerung ausgelöst. Besonders alarmierend ist die Tatsache, dass die Täter statistisch immer jünger werden.

Ein durchgängiges Verhaltensmuster ist beim Straßenraub nicht ersichtlich. Allenfalls lässt sich festhalten: Einzeltäter greifen oftmals ein einzelnes, körperlich unterlegendes Opfer an, zum Beispiel betrunkene oder ältere Menschen. Für jugendliche Täter ist das Handeln innerhalb einer Gruppe typisch, wobei zumeist gleichaltrige Opfer angegriffen und ausgeraubt werden.

Was Täter aller Kategorien eint: Sie planen die Gewaltanwendung - auch unter Einsatz von Waffen und Gegenständen - bewusst ein. Außerdem sind sie typischerweise männlichen Geschlechts und jünger als 21 Jahre. Weibliche Täter hingegen treten meist als Mitläufer in Erscheinung.

Objekte der Begierde von Straßenräubern sind in der Regel Smartphones/Handys, Uhren, Schmuck, mitgeführtes Bargeld und sogar so geringwertige Dinge wie Schulutensilien und Zigaretten. Bezogen auf den Einzelfall sind die Schadenssummen als gering einzuschätzen. Vor allem bei jugendlichen Straßenräubern steht oftmals nicht die Bereicherungsabsicht im Vordergrund; maßgebliche Motive sind vielmehr Dominanzverhalten, Langeweile oder Nachahmung.

Medien zum Thema

Sicher leben
Broschüre, 68 Seiten, A5

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