Wohnanlagen und -umfeld

Standortfaktor Sicherheit

Sicherheit im Haus und im Wohnumfeld ist ein wesentlicher Standortfaktor und ein wichtiges Qualitätsmerkmal des Städtebaus im 21. Jahrhundert. Demografische und migrationsbedingte Entwicklungen stellen Stadtentwicklung und Stadtplanung vor neue Herausforderungen. Neben ökonomischen, straßenverkehrlichen, ökologischen und sozialen Faktoren gilt es auch kriminalpräventive Aspekte zu berücksichtigen. Sowohl die soziale als auch die räumliche Struktur eines Wohnquartiers beeinflussen die Entstehung von Kriminalität. Durch die architektonische, freiraumplanerische und städtebauliche Gestaltung von Wohnanlagen kann Kriminalität verhindert bzw. erschwert werden. Bei der Gestaltung von Wohnquartieren gilt es daher, die Wirkungszusammenhänge zwischen Umwelt und menschlichem Verhalten und Empfinden zu beachten. Eine Wohnanlage, bei deren Gestaltung kriminalpräventive Grundsätze beachtet werden, schafft Raum für nachbarschaftliche Begegnungen, ermöglicht informelle soziale Kontrolle und reduziert Tatgelegenheitsstrukturen. Gleichzeitig fördert sie durch konkrete Maßnahmen das Sicherheitsgefühl der Bewohner.