Gestaltung der Gebäude

Leitlinien der kriminalpräventiven Siedlungsgestaltung beachten

Die Gestaltung der Gebäude kann Einfluss auf das subjektive Sicherheitsgefühl und die objektive Sicherheit der Bewohnerschaft haben. Ein nach den Leitlinien der kriminalpräventiven Siedlungsgestaltung CPTED (Crime prevention through environmental design) gestaltetes Gebäude weist folgende Merkmale auf:

  • Gebäudevorsprünge können zur besseren Überschaubarkeit des Wohnumfeldes beitragen.
  • Die Anordnung der Fenster zu Straßen, Fußwegen und Gassen ermöglicht soziale Kontrolle.
  • Dächer, Eingangsbereiche und Flure erlauben keinen unkontrollierten Zugang zu halböffentlichen, halbprivaten und privaten Bereichen.
  • Die Zugänge zum Haus sind von den Wohnungen aus gut einsehbar.
  • Die Zugangskontrolle ist durch eine Türsprechanlage geregelt.
  • Die Zugänge zum Haus sind gut beleuchtet. Die Hausnummer ist von der Straße aus, auch nachts, gut zu sehen.
  • Im Mehrfamilienhaus gibt es abschließbare Abstellräume für Fahrräder, Kinderwagen u. ä.
  • Flure und Treppenhäuser sind ausreichend breit.
  • Treppenhaus und Gemeinschaftsräume sind gut beleuchtet.
  • Gemeinschaftsräume werden von der Hausgemeinschaft in Stand gehalten.
  • Die objektive Sicherheit der Bewohnerschaft wird durch den Einsatz von einbruchshemmender Sicherheitstechnik gewährleistet.


Bei Neu- und Umbauten erhält man durch den Einbau geprüfter einbruchhemmender Fenster, Fenstertüren (Balkon- oder Terrassentüren) und Türen nach DIN EN 1627 mindestens der Widerstandsklasse (RC) 2 einen guten Einbruchschutz. Uneingeschränkt empfehlenswert sind Fenster und Türen ab der Widerstandsklasse (RC) 2 nach DIN EN 1627. Ausführliche Informationen zum Einbruchschutz erhalten Sie unter www.k-einbruch.de.  Unter bestimmten Voraussetzungen können beim nachträglichen Einbau von Sicherungstechnik Fördermöglichkeiten der KfW Bank, des Bundes und einiger Bundesländer in Anspruch genommen werden. Informationen hierzu unter www.k-einbruch.de/foerderung.

 

Exemplarische Leitfragen:

  • Ist der Zugang zum Haus gut einsehbar und beleuchtet?
  • Gibt es Möglichkeiten, unkontrolliert in das Gebäude zu gelangen?
  • Wird der Zugang über eine Türsprechanlagen kontrolliert?
  • Gibt es abschließbare Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und Kinderwagen?
  • Ist das Treppenhaus gut beleuchtet?
  • Sind die Flure und Treppenhäuser ausreichend breit?
  • Haben Sie die Fördermöglichkeiten zum Einbruchschutz ausgeschöpft bzw. geprüft?
  • Sind die Gemeinschaftsräume der Wohnanlage in einem guten Zustand? Wer kümmert sich um die Gemeinschaftsräume?