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Zivilcourage - Weggeschaut ist mitgemacht

Systemmeldungen:
Das Medienpaket "Weggeschaut ist mitgemacht" als weiterer Baustein der Kampagne "Aktion-tu-was.de"

Eine Kultur des Hinschauens und Helfens möchte die Polizei auch gerade bei jungen Menschen fördern. Das Medienpaket "Weggeschaut ist mitgemacht", bestehend aus einem Film und einem Filmbegleitheft, ist ein weiterer Baustein im Rahmen der "Aktion-tu-was.de". Mit ihm verfolgt die Polizei das Ziel, Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren für das Thema Zivilcourage zu sensibilisieren und ihnen Lösungsalternativen zum Nichtstun aufzuzeigen. Das Medienpaket wurde für die Arbeit im Schulunterricht entwickelt und beinhaltet vier Episoden, die sich mit den Themen Alkohol/Gewalt, Drogendeal, Handyraub und Ladendiebstahl befassen. Um jungen Menschen die in den Episoden enthaltenen Botschaften eindringlicher nahezubringen und die Inhalte authentischer wiederzugeben, wurden als Darsteller keine professionellen Schauspieler ausgewählt, sondern junge Menschen aus der Zielgruppe. Über den Peer-Group-Effekt soll eine Identifikation mit den Darstellern und deren Handeln erreicht werden. Die Jugendlichen im Film greifen ein und bringen so bei dem Zuschauer einen Denkprozess in Gang, der das Verhalten im realen Alltag nachhaltig positiv beeinflussen kann. Ziel ist es, junge Menschen dazu zu animieren, in alltäglichen Grenzsituationen nicht die Augen zu verschließen, sondern ihren Handlungsspielraum zu nutzen und ihren Möglichkeiten entsprechend einzuschreiten. Sie sollen für das Erkennen von Straftaten sensibilisiert werden und lernen, Mitgefühl mit den Opfern zu zeigen. Darüber hinaus soll ihnen bewusst werden, dass auch sie jederzeit Opfer einer Straftat werden können und dann ebenfalls auf die Hilfe ihrer Mitmenschen angewiesen sind.

Alle Informationen gibt es auch unter www.aktion-tu-was.de. Das Medienpaket kann kostenlos beim jeweiligen Landeskriminalamt bestellt werden. Die Einsatzmöglichkeiten in Schule und Jugendarbeit, der Aufbau der Episoden sowie didaktische Empfehlungen finden sich im Filmbegleitheft des Medienpakets. Dort gibt es darüber hinaus auch Informationen zur "Aktion-tu-was.de" und Hinweise, wie jeder von uns als Zeuge und Helfer seinen Beitrag zu mehr Sicherheit leisten kann.


"Episode 1: Alkohol/Gewalt"

Ignoranz und Nichteinschreiten schaden nicht nur dem Opfer, sondern auch dem Täter. Aus Freundschaftsgründen seinen Kumpel gewähren zu lassen und nichts zu tun, ist der falsche Weg. Jemanden, der alkoholisiert ist, jedoch alleine davon abzubringen, einen anderen verbal und körperlich anzugehen, kann kontraproduktiv sein und negativ enden. In der Gruppe kann man dagegen viel mehr erreichen, um deeskalierend in eine brenzlige Situation einzugreifen und Opfer und Täter vor Schaden zu bewahren.

"Episode 2: Drogendeal"

Richtig verstandene Zivilcourage hat nichts mit falschem Heldentum zu tun. Doch gerade wenn es um Drogen geht, ist Vorsicht geboten. Bei allem Handeln sollte man darauf achten, sich selbst nicht in Gefahr zu bringen. Wichtig ist es, in Konfliktsituationen Ruhe zu bewahren. Man kann einen Angreifer verunsichern, indem man selbst nicht auf Provokation eingeht und körperliche Auseinandersetzungen vermeidet, aber durch Stimme und Körperhaltung Entschlossenheit zeigt. Wenn möglich sollte man sich einer Konfliktsituation auch nicht alleine stellen, sondern Hilfe holen. Die unterschiedlichen Reaktionsmuster können gut in Rollenspielen ausprobiert werden.

"Episode 3: Handyraub"

Andere abzuzocken, ist mittlerweile zu einem Trend unter Jugendlichen geworden - vor allem, wenn es um Handys geht. Jugendliche sind dabei nicht nur Täter und Opfer, sondern auch Zeuge. Unterlassene Hilfeleistung ist strafbar. Wichtig ist es, sich um verletzte Personen zu kümmern. Die Jugendlichen werden ermutigt, erste Hilfe zu leisten, einer verletzten Person beizustehen und einen Notruf abzugeben. Ebenso wird die Bedeutung einer Zeugenaussage für die Aufklärung von Straftaten hervorgehoben.

"Episode 4: Ladendiebstahl"

Ladendiebstahl ist kein Kavaliersdelikt. Wird man auf einen Ladendiebstahl aufmerksam - egal ob ihn Freunde oder Fremde begehen - ist es wichtig einzuschreiten. Spricht man Freunde auf ihr Verhalten an, tut man ihnen für die Zukunft einen Gefallen und verhindert Schlimmeres.

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