Besondere Herausforderungen

Vandalismus durch architekturpsychologische Gestaltung vermeiden

Sachbeschädigung

Zerstörung, Verunstaltung und Verunreinigung mindern das Sicherheitsgefühl und beeinflussen das Ansehen der Geschäfte und Betriebe in negativer Weise. Um Vandalismus zu vermeiden, sollten bereits im Vorfeld verschiedene Maßnahmen mit eingeplant werden. Die Verwendung vandalismusresistenter Materialen (Verarbeitung, Befestigung, Oberfläche) erhöht den Schutz gegen Beschädigungen. Auch durch eine architekturpsychologische Gestaltung kann beispielsweise der „Vandalismus ohne bösen Vorsatz“ verhindert werden. So impliziert z. B. ein dunkelgrauer Kleinpflasterbelag innerhalb eines Gebäudes einen Straßencharakter, der unbewusst dazu verleitet, Zigaretten o. ä. auf dem Boden zu entsorgen. Im Hinblick auf die Wandgestaltung sollten Materialien genutzt werden, die eine einfache Beseitigung von Graffiti ermöglichen oder zum Besprühen ungeeignet sind. Oft hilft auch ein Begrünen der Wand oder das Aufbringen eines „legalen“ Graffito oder einer anderen kreativen Gestaltung.

Bei den Planungen sollte hinsichtlich der Gefahr von der Entstehung von illegalen Graffiti Berücksichtigung finden:

  • Beleuchten
  • Beobachten (Video)
  • Begrünen
  • Besprayen (legal)
  • Beschichten, Graffiti-Prophylaxe (Imprägnieren/leichte Entfernung/Opferschichten)

Exemplarische Leitfragen:

  • Werden vandalismusresistente Materialien verwendet?
  • Werden Beschädigungen schnell beseitigt?
  • Gibt es ein Pflege- und Reinigungskonzept?  

Einbruchschutz

Gewerbeobjekte, angefangen vom Kiosk über Gaststätten, Lager- und Produktionshallen, Handwerksbetriebe bis hin zu Ladengeschäften mit hochwertigen Artikeln – um nur einige zu nennen – sind nach polizeilichen Erfahrungen immer wieder Ziel von Einbrechern. Dies gilt ebenso für Büros, Praxen und Kanzleien. Ein Einbruch kann das Sicherheitsgefühl und Wohlbefinden nachhaltig beeinträchtigen. Nicht nur der materielle Schaden, sondern häufig auch dauerhafte psychische Belastungen sind die Folgen für die Opfer. Denn die Täter dringen in die Geschäftsräume ein, wühlen in den persönlichen Sachen und geschäftlichen Unterlagen, stehlen womöglich Gegenstände und Unterlagen, mit Kundekontaktdaten bzw. Geschäftsbeziehungen oder Forschungsergebnissen.

Bei Neu-, Um- oder Ausbau sollten die Planungsverantwortlichen früh über einbruchshemmende Maßnahmen informiert werden, damit diese auch umgesetzt werden. Alle erreichbaren Fenster und Türen sollten mindestens entsprechend der Norm DIN EN 1627 Widerstandsklasse (RC) 2 gestaltet sein.

Mechanische Sicherungen sollten an erster Stelle stehen. Sie sind die wesentliche Voraussetzung für einen wirksamen Einbruchschutz. Einbruchmeldeanlagen verhindern zwar keinen Einbruch, bieten aber einen wichtigen zusätzlichen Schutz. Für Einbrecher wird das Risiko, nach einem Alarm entdeckt zu werden, dadurch wesentlich erhöht. Darüber hinaus hat für manche Täter schon das Vorhandensein einer zertifizierten Einbruchmeldeanlage eine abschreckende Wirkung.

Die Broschüre „Schlechte Geschäfte für Einbrecher“ der Polizei enthält spezielle Informationen zum Schutz gegen Einbruch in Gewerbeobjekte. Sie ist kostenlos bei jeder Polizeidienststelle erhältlich oder kann innerhalb unseres Medienangebots heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Einbruchschutz erhalten Sie unter www.k-einbruch.de.