Tipps

Was können Sie tun?

Ratschläge und nützliche Verhaltensregeln, damit Sie sicher leben.

Was passiert, wenn Sie Anzeige erstatten? Sie können die Tat bei jeder Polizeidienststelle anzeigen bzw. über den Notruf 110 einen Streifenwagen rufen.

Beamte nehmen Ihre Personalien und die Angaben über Tatort, Tatzeit und den Täter, sowie erste notwendige Hinweise zur Tat auf. Auskünfte, die darüber hinausgehen, werden in einer späteren ausführlichen Vernehmung von der Kriminalpolizei erfragt. Soweit es möglich ist und von Ihnen gewünscht wird, führt diese Vernehmung eine Kriminalbeamtin durch.

Die Art der Straftat führt möglicherweise dazu, dass Ihnen auch unangenehme Fragen gestellt werden müssen. Bei der Vernehmung kann eine Person Ihres Vertrauens bzw. eine Anwältin oder ein Anwalt anwesend sein. Eine Anzeige ist auch schriftlich direkt an die Staatsanwaltschaft oder Polizei oder über eine Anwältin/einen Anwalt möglich. Dadurch wird jedoch nicht die Erstvernehmung ersetzt.

Falls Sie bis zum Zeitpunkt der Anzeigeerstattung noch nicht ärztlich untersucht worden sind, werden Sie von der Polizei in ein Krankenhaus oder in eine ärztliche Praxis gefahren, um Ihnen die nötige ärztliche Versorgung zukommen zu lassen (u.a. Erstversorgung körperlicher Verletzungen, Schwangerschafts- und Aidstest) und gerichtliche Beweise zu sichern. Sie können darum bitten, von einer Frau untersucht zu werden.

Sollten Sie sich nicht gleich zu einer Anzeige entschließen können, beachten Sie bitte dennoch einige Punkte, die für eine spätere Strafverfolgung wichtig sind:

  • Vernichten Sie keine Beweismittel; bewahren Sie z. B. Bekleidung, Wäsche, Bettlaken oder andere Gegenstände auf, mit denen der Täter in Berührung gekommen ist oder Ihrer Meinung nach gekommen sein könnte.
  • Sie haben die Möglichkeit der anonymen Spurensuche, um zu einem späteren Zeitpunkt ohne Beweismittelverlust eine Anzeige zu erstatten.

 

Rat und Hilfe erhalten Sie bei:

  • den Notrufeinrichtungen, z. B. Frauennotruf
  • den Frauenhäusern
  • den Gleichstellungsstellen bei den Landratsämtern und Stadtverwaltungen
  • Opferhilfeorganisationen, z. B. WEISSER RING
  • den Opferschutzbeauftragten der Polizei
  • jeder Polizeidienststelle, insbesondere dem Fachkommissariat für Sexualdelikte

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