Gewalt

Der Eindruck, Gewalt spiele sich fernab des eigenen Umfeldes ab, kann trügerisch sein. Denn nicht jede Form von Gewalt - etwa psychische Misshandlung - ist auf den ersten Blick erkennbar. Sie findet häufig im sogenannten sozialen Nahbereich, der Familie oder Partnerschaft, statt und die Opfer stehen nicht selten in einem Abhängigkeitsverhältnis zum Täter.

Gewalt

Der Eindruck, Gewalt spiele sich fernab des eigenen Umfeldes ab, kann trügerisch sein. Denn nicht jede Form von Gewalt - etwa psychische Misshandlung - ist auf den ersten Blick erkennbar. Sie findet häufig in häuslicher und vertrauter Umgebung statt und die Opfer stehen nicht selten in einem Abhängigkeitsverhältnis zum Täter.

So mancher denkt: Gewalt spielt sich "irgendwo da draußen" ab - fernab vom persönlichen Umfeld.

Gerne werden Gewaltdelikte einschlägigen Kreisen zugeordnet, mit denen man weder gezielt noch zufällig Berührungspunkte hat. Ein für viele unvorstellbarer Gedanke ist, Gewalt könnte auch durch eine nahestehende Person ausgeübt werden. Genau das aber ist an der Tagesordnung.

Die Statistik belegt: Gerade dort, wo sich Menschen besonders sicher und geborgen fühlen, tritt Gewalt überdurchschnittlich häufig auf: In häuslicher und vertrauter Umgebung. Hier kommt es zur so genannten Sexuellen Gewalt - beispielsweise zu Gewaltandrohung, Sexueller Nötigung oder Beschränkung der Bewegungsfreiheit.

Opfer von Gewalt sind in den meisten Fällen Frauen, Kinder und ältere Menschen. Ihnen allen gemeinsam ist eine soziale oder wirtschaftliche Abhängigkeit. Häufig macht sich der Täter auch die Hilflosigkeit seines Opfers zunutze.

Gewalt wird nicht nur körperlich, sondern oft auch in subtileren Formen psychisch ausgeübt. Sie reicht von der Kontrolle des Haushaltsgeldes bis zur Vergewaltigung oder im extremen Fall sogar bis zur Tötung. Auch Stalking, das in der Regel die Ausübung von Macht und die Erlangung von Kontrolle über die Opfer zum Ziel hat, fällt in diesen Bereich. Viele der subtileren Formen sind strafrechtlich nicht erfasst und von der jeweiligen Empfindung bzw. dem individuellen Rollenverständnis von Opfer und Täter abhängig.

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