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Laut Polizeilicher Kriminalstatistik wurden im Jahr 2017 in Deutschland insgesamt 127.376 Taschendiebstähle angezeigt, 2016 waren es 164.771 Fälle. Trotz des  Rückgangs erreichen die Zahlen ein sehr hohes Niveau. Taschendiebstahl ist in der Großstadt-Öffentlichkeit - neben Autoaufbruch, Fahrraddiebstahl und Sachbeschädigungen an Autos - eines der häufigsten Delikte. Und das, obwohl die Polizeiliche Kriminalstatistik nur den Diebstahl aus am Körper getragenen (Bekleidungs- oder Hand-)Taschen zum Taschendiebstahl rechnet.

Insbesondere das Gedränge bei Veranstaltungen, in Geschäften oder öffentlichen Verkehrsmitteln machen sich Diebe zunutze, um zuzuschlagen. Im Jahr 2017 entstand dabei ein Schaden von 41.257.169 Euro. Die meisten Fälle bleiben unaufgeklärt (Aufklärungsquote 2017: 6,4), da die Tat von den Opfern häufig nicht gleich bemerkt wird. Denn Taschendiebe sind oft professionelle, international agierende Täter, die grenzüberschreitend in ganz Europa aktiv sind.

Die Tatzeiten des Taschendiebstahls folgen den Tatgelegenheiten: So liegen die zeitlichen Schwerpunkte im Bereich der öffentlichen Nahverkehrsmittel überwiegend in der abendlichen "Rush-hour", bei den Fernverkehrsmitteln zur Urlaubs- oder Hauptreisezeit. Entsprechende Brennpunktzeiten in den Einkaufszentren sind die Stunden vor Ladenschluss, während des Sommer- oder Winterschlussverkaufs und in der Vorweihnachtszeit.

Insgesamt wurden 2017 nur 6.915 Tatverdächtige in Deutschland registriert, davon waren 70,4 Prozent 21 Jahre und älter. Wie die Infografik der Polizeilichen Kriminalprävention zeigt, sind es insbesondere auch Kinder und Jugendliche, die beim Taschendiebstahl ertappt werden. 2017 waren 16,0 Prozent der Tatverdächtigen unter 18 Jahre alt.

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