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Laut Polizeilicher Kriminalstatistik wurden im Jahr 2018 in Deutschland insgesamt 104.196 Taschendiebstähle angezeigt, 2017 waren es 127.376 Fälle. Trotz des  Rückgangs erreichen die Zahlen ein sehr hohes Niveau. Taschendiebstahl ist in der Großstadt-Öffentlichkeit - neben Autoaufbruch, Fahrraddiebstahl und Sachbeschädigungen an Autos - eines der häufigsten Delikte. Und das, obwohl die Polizeiliche Kriminalstatistik nur den Diebstahl aus am Körper getragenen (Bekleidungs- oder Hand-)Taschen zum Taschendiebstahl rechnet.

Insbesondere das Gedränge bei Veranstaltungen, in Geschäften oder öffentlichen Verkehrsmitteln machen sich Diebe zunutze, um zuzuschlagen. Im Jahr 2018 entstand dabei ein Schaden von 34,2 Millionen Euro. Die meisten Fälle bleiben unaufgeklärt (Aufklärungsquote 2018: 5,7 Prozent), da die Tat von den Opfern häufig nicht gleich bemerkt wird. Denn Taschendiebe sind oft professionelle, international agierende Täter, die grenzüberschreitend in ganz Europa aktiv sind.

Die Tatzeiten des Taschendiebstahls folgen den Tatgelegenheiten: So liegen die zeitlichen Schwerpunkte im Bereich der öffentlichen Nahverkehrsmittel überwiegend in der abendlichen "Rush-hour", bei den Fernverkehrsmitteln zur Urlaubs- oder Hauptreisezeit. Entsprechende Brennpunktzeiten in den Einkaufszentren sind die Stunden vor Ladenschluss, während des Sommer- oder Winterschlussverkaufs und in der Vorweihnachtszeit.

Insgesamt wurden 2018 5.320 Tatverdächtige in Deutschland registriert, davon waren 71 Prozent 21 Jahre und älter. Oft sind es auch Kinder und Jugendliche, die beim Taschendiebstahl ertappt werden. 2018 waren 15,2 Prozent der Tatverdächtigen unter 18 Jahre alt.

Medien zum Thema

Schlauer gegen Klauer!
Faltblatt, 4 Seiten, DIN-lang

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