Tag der Zivilcourage: Zivile Helden handeln bei Antisemitismus

5 Tipps für Zivilcourage bei Antisemitismus.

© ProPK

Antisemitisches Gedankengut treibt immer mehr Menschen zu Hass und Gewalt gegen Menschen jüdischen Glaubens in Deutschland an. Am heutigen Tag der Zivilcourage zeigen die Zivilen Helden, wie jeder Einzelne antisemitisches Gedankengut im Netz und analog durch sein Handeln entlarven und Zivilcourage zeigen kann.

Die Zahl der antisemitischen Straftaten ist im vergangenen Jahr um 28,75 Prozent angestiegen auf 3027 (vgl. 2351 in 2020) Straftaten. Der überwiegende Teil wurde mit 84,31 Prozent als rechtsmotiviert eingestuft.

Quelle: Politisch motivierte Kriminalität – Bundeweite Fallzahlen 2021, Bundeskriminalamt

Am 19. September,Tag der Zivilcourage, sollen Menschen bundesweit mit Aktionen Menschen ermutigt werden, sich in der Öffentlichkeit für den Schutz ihrer Mitmenschen gegen Beleidigung, Diskriminierung, Bedrohung, Rassismus, Kriminalität, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt und für unsere demokratischen Werte einzusetzen. Das ist auch Ziel der Zivilen Helden.

Antisemitismus gibt es in vielen Formen: er kann religiös, rassistisch oder politisch aufgeladen sein; er zeigt sich durch „Gerüchte“, Abwertungen und Sprachbilder, aber auch durch Mobbing, Drohungen, bis hin zu physischer Gewalt. Nur mit Zivilcourage, konsequenter strafrechtlicher Verfolgung und politischer Bildung kann es gelingen, das menschenfeindliche Verhalten aus der Gesellschaft zu verbannen.

 

Antisemitisches Gedankengut entlarven

Jeder einzelne steht dabei in der Verantwortung, Antisemitismus ein klares Nein entgegenzuhalten. Es darf niemand darauf warten, dass der andere den Anfang macht. Zivilcourage fordert jeden einzelnen in seinem Handeln. Jeder kann antisemitisches Gedankengut im Netz und analog durch sein Handeln entlarven und Zivilcourage zeigen.

In unserem interaktiven Video „Chris und Lea“ können Sie testen, ob Sie empfänglich für antisemitische Verschwörungsmythen sind – und ob Ihre Zivilcourage ausreicht, um Gewalt tatsächlich zu verhindern.

Zum Video

 

Die Polizei gibt Ihnen dafür folgende Tipps

  • Informieren: Informieren Sie sich genau, inwiefern die Aussage, dass jemand für etwas verantwortlich ist, stimmt/stimmen kann.
  • Misstrauisch sein: Fragen Sie sich selbst fragen: ist die Lösung des Problems (Die Juden sind schuld) eventuell zu einfach?
  • Genau nachfragen: Woher stammt die Information? Weshalb ist das Gegenüber der Meinung, dass seine antisemitische Äußerung richtig ist?
  • Polizei informieren – Anzeige erstatten: Ist eine Grenze überschritten, gilt es die Polizei auf jeder Polizeidienststelle oder unter der Telefonnummer 110, zu informieren und Anzeige zu erstatten!
  • Aktiv Opfer unterstützen: Stellen Sie sich auf die Seite der Opfer, grenzen Sie sie nicht aus und zeigen Sie Solidarität.


Was ist eigentlich Antisemitismus?

Zivile Helden gegen Antisemitismus

Aktion tu was: Initiative für Zivilcourage

 

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5 Tipps für Zivilcourage bei Antisemitismus