Vorsicht vor falschen Handwerkern

Nach dem Sturm ist vor der Suche nach Handwerkern. Kaum ist "Sabine" weitergezogen, stellen viele Leute fest, dass sie Schäden an Haus und Hof davongetragen haben. Und schon beginnt die eilige Suche nach Handwerkern, die schnell und unkompliziert das Dach flicken oder geborstene Fenster neu verglasen. Leider nutzen falsche Handwerker die Notlage der Betroffenen aus, um diese mit überteuerten Dienstleistungen zu betrügen.

 

Unseriöse Handwerker machen mit der Not der Kunden lukrative Geschäfte. Sie rechnen Leistungen überteuert ab, bestehen auf Barzahlung und drohen Kunden, die sich nicht alles gefallen lassen, mit Inkassounternehmen oder der Polizei.

Seien Sie schon bei der Suche nach einem Notdienst aufmerksam! Lassen Sie sich nicht auf Handwerker ein, die ungefragt Dienstleistungen an der Haustür anbieten.

Wer den Notdienst vor Ort nicht kennt, schaut schnell ins Internet. Doch Vorsicht: Viele unseriöse Anbieter landen mit gekauften Anzeigen weit oben bei den Suchergebnissen. Und sie täuschen gerne eine Ortsnähe vor. Deswegen sollte man gerade im Netz genauer hinschauen. Ist kein Impressum vorhanden oder gibt es viele identische Seiten einer Firma mit unterschiedlichen Ortsangaben, kann das ein Hinweis auf einen unseriösen Anbieter sein.

Aber auch ein Telefonbuch ist nicht automatisch eine sichere Quelle für eine zuverlässige Firma vor Ort. Denn kriminelle Anbieter täuschen ihre Kunden einfach mit gekauften Ortsvorwahlen. Deswegen sollte man auch hier genauer hinschauen.

Grundsätzlich sollte sich jeder genau über die Firma informieren, die er beauftragen will. Fragen Sie am Telefon nach der genauen Anschrift und dem Namen der Firma. Schildern Sie Ihr Problem so gut wie möglich, um anschließend einen festen Preis für die Leistung vereinbaren zu können. Denn seriöse Handwerker können Ihnen Kosten für Anfahrt und die eigentliche Leistung genau benennen.

 

Tipps der Polizei zum Schutz vor unseriösen Handwerkerleistungen:

  • Unterschreiben Sie einen Auftrag nur, wenn Sie alles verstanden haben.
  • Verlangen Sie eine Rechnung und prüfen Sie, ob die aufgeführten Leistungen auch ausgeführt wurden. Achten Sie auf eine rechtskonforme Rechnung (Firmenangabe, Steuernummer, Rechnungsnummer). Sie sind nicht verpflichtet, die Rechnung sofort zu begleichen. Auch die Drohung mit der Polizei oder einem Inkassounternehmen ist haltlos.
  • Wenden Sie sich an eine Verbraucherzentrale, wenn Sie Fragen zur Rechnung haben.
  • Rufen Sie die Polizei unter 110, wenn Sie bedroht werden. Holen Sie wenn möglich Nachbarn hinzu, die den Vorfall bezeugen und Sie bestärken können.
  • Scheuen Sie sich nicht, Anzeige bei der Polizei gegen die Firma zu erstatten.

 

Schutz vor Betrug an der Haustür