Vorsicht vor Betrug bei Wohnungssuche im Netz

Frau telefoniert und schaut in ihren Computer

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Falsche Vermieter und windige Makler schalten betrügerische Wohnungsinserate im Netz: Wohnungssuchende sollten sich die Mietangebote genauer anschauen. Auf Internetportalen gibt es immer wieder Fake-Anzeigen, die Betrüger dazu nutzen, um anderen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Das sollte jeder bei der Wohnungssuche im Netz beachten.

Gefälschte Wohnungsanzeigen begegnen Wohnungssuchenden auch auf großen Online-Plattformen. Betrüger locken in seriös wirkenden Inseraten mit niedrigen Mietpreisen in guten Lagen. Sie geben sich als Makler oder Vermieter aus, doch ihre Masche ist immer die gleiche: die neuen Mieter sollen die Kaution oder die erste Miete per Bargeldtransfer (z. B. MoneyGram oder Western Union) überweisen.

 

Bei Bargeldtransfer misstrauisch werden

Die Betrüger nutzen Bargeldtransferdienstleister für ihre Zwecke. Ist die geforderte Miete oder Kaution erstmal überwiesen, kann das Geld in der Regel nicht mehr zurückgeholt werden. Wohnungssuchende stehen dann ohne neue Bleibe und ohne das Geld da. Denn bei den im Netz angebotenen Wohnungen handelt es sich teils um Ferienwohnungen oder um Wohnungsbilder, die aus anderen Anzeigen entnommen wurden. Wer im Internet nach einer Wohnung sucht, sollte daher Folgendes beachten.

Grundsätzlich sollte man Menschen, die man nie persönlich kennengelernt oder gesehen hat, kein Geld überweisen oder auf sonstige Forderungen eingehen. Angebote, die zu gut sind, um wahr zu sein, sollten immer misstrauisch machen.

 

Empfehlungen für die Wohnungssuche im Netz

  • Werden Sie misstrauisch bei niedrigen Preisen für inserierte Wohnungen und Häuser.
  • Achten Sie darauf, dass der Vermieter, ein Verwalter oder ein Makler selbst bei der Wohnungsbesichtigung vor Ort ist.
  • Überprüfen Sie im Zweifel die Seriosität eines Maklers: In Deutschland benötigt ein Makler einen Maklerschein, auch ein vollständiges Impressum und weitere Wohnungsangebote auf der Internetseite des Maklers sind ein Hinweis auf Vertrauenswürdigkeit.
  • Leisten Sie niemals Vorkasse: Zahlen Sie erst, wenn Sie die Wohnung gesehen haben und einen Mietvertrag unterschrieben haben.

 

In diesem Fall an die Polizei wenden

Wenn Sie einem vermeintlichen Vermieter Ihre Ausweisdokumente übersandt haben und vermuten, dass Ihre Daten nun z.B. für gefälschte Ausweise missbraucht werden, sollten Sie Strafanzeige bei der Polizei erstatten. Auch bei einem finanziellen Schaden (durch Mietzahlungen usw.) sollten Sie in jedem Fall bei der Polizei Strafanzeige wegen Betruges erstatten.

 

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