Vollmachten: Nicht jeder Hilfsbereite meint es ehrlich

Ein älterer Herr unterzeichnet im Beisein eines Mannes eine Vollmacht

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Ältere Menschen nehmen gern Hilfe im Alltag oder bei Behördengängen an, wenn sie selber nicht mehr so gut zurechtkommen. Viele brauchen insbesondere jetzt, wo sie aufgrund der Corona-Pandemie möglicherweise noch stärker eingeschränkt sind, Unterstützung. Da ist es gut, wenn sie sich auf hilfsbereite Verwandte oder Bekannte verlassen können. Doch nicht jede hilfsbereite Person meint es ehrlich.

Oft erteilen Seniorinnen und Senioren Angehörigen, Freunden oder Nachbarn eine Vorsorge-, General- oder Kontovollmacht, damit sie sich von vertrauten Personen helfen lassen können. Die Bevollmächtigten können dann beispielsweise im Namen der Beauftragenden Bankgeschäfte tätigen, einkaufen oder Rechnungen bezahlen. Doch Vorsicht: dieses Vertrauen wird häufig von Betrügern missbraucht, denen es nur darum geht, auf diese Weise Geld zu erschleichen.

 

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Seien Sie darum misstrauisch, wenn die Helfenden von sich aus Bankvollmachten und/oder Online-Zugänge zu Konten erbitten und dabei behaupten, dass die Bank schlecht berät und ein Wechsel besser wäre. Oft argumentieren sie auch, dass Geldanlagen plötzlich nicht mehr sicher seien und aufgelöst werden müssten. Oder die Angehörigen werden schlechtgemacht und es wird behauptet, dass diese sich plötzlich nicht mehr melden oder gar kümmern würden. Entscheiden Sie für sich, was genau Sie vom wem als Hilfe in Anspruch nehmen wollen, und kontrollieren Sie dann, ob wirklich in Ihrem Sinne gehandelt wird.

 

Stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Wird nur eingekauft, was ich brauche?
  • Werden nur meine Rechnungen bezahlt oder auch fremde?
  • Bekomme ich nachvollziehbare Abrechnungen?
  • Bekomme ich meine Kontoauszüge rechtzeitig und vollständig?
  • Wird das getan, was ich möchte? Und auch nur das?

 

Tipps zum Schutz finden Sie hier:

Vollmachtsmissbrauch