Video- und Bildmanipulation: Vorsicht vor Deepfakes

Deepfakes wirken wie realistische Bilder oder Videos, sind aber gefälscht

©Polizeiliche Kriminalprävention. Zum Vergrößern auf das Bild klicken.

Foto und Videomanipulationen können inzwischen ganz leicht von allen mit Apps produziert werden. Brauchte die Künstliche Intelligenz vor wenigen Jahren noch zigtausende Bilddateien einer Person, um gute Deepfakes herzustellen, reicht inzwischen ein einfaches Selfie aus.

Deepfake, was ist das eigentlich?

Deepfakes sind mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellte, realistisch wirkende Medieninhalte. Diese Technik wird genutzt um beispielsweise Gesichter in Videosequenzen durch Gesichter anderer Personen zu ersetzen. Deepfakes wirken wie realistische Aufnahmen - sind aber gefälscht. Einige Deepfake-Methoden funktionieren in Echtzeit.

Es wird immer einfacher Fake-Videos und Fake-Bildmaterial zu erstellen

Durch teils kostenlose Face-Apps kann das eigene Gesicht oder auch das Gesicht von anderen Personen in Videoclips und bekannte Filmszenen geschnitten werden. Diese Technik wird Face-Swapping genannt. In Sekundenschnelle können diese Clips in überraschend guter Qualität erstellt und verbreitet werden. Bildmanipulation wird durch diese technischen Möglichkeiten auf ein nächstes Level gehoben.

Wofür werden Deepfakes genutzt?

Deepfakes sind zu verschiedenen Zwecken einsetzbar. Die Anwendungsmöglichkeiten reichen von Satire und Unterhaltung, über bewusste Desinformation und Propaganda bis zur gezielten Diskreditierung einzelner Personen. Besonders Fake News können durch diese einfache Art der Bildmanipulation noch realistischer gestaltet werden.

Betrug mit Deepfakes

Es gibt bereits Vorfälle, bei denen Betrüger diese Technik in Dating-Apps nutzen. In Online Partnerbörsen versuchen Kriminelle andere Personen dazu zu bringen, erotisches Material mit ihnen zu teilen und diese dann daraufhin damit zu erpressen. Dabei geben sich die Täter als attraktive Männer oder Frauen aus und nutzen Deepfake-Videochats dazu, das Vertrauen von möglichen Opfern zu erlangen. Dieses Vorgehen ist als Sextortion bekannt.

Deepfakes verletzen, juristisch gesehen, ohne entsprechende Berechtigung durch die betroffenen Personen die Persönlichkeitsrechte oder stellen Beleidigungen dar. Mittlerweile existieren Programme, die ebenfalls auf Basis Künstlicher Intelligenz die Echtheit von Videos und Audioinhalten prüfen und Fälschungen identifizieren.

 

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