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Nach Einbruch: Deutsche befürchten seelische Folgeschäden

Frau fürchtet sich nach Einbruch vor den Folgeschäden.

© Canva

Laut einer Sicherheitsbefragung des Marktforschungsinstituts YouGov fühlen sich die Deutschen mehrheitlich sicher vor Kriminalität. Nach der Angst vor kriminellen Übergriffen steht der Einbruch in Haus oder Wohnung aber an zweiter Stelle. Jeder vierte Befragte plant daher, in den kommenden zwölf Monaten in Absicherungssysteme zu investieren. Aber auch richtiges Verhalten schützt vor Einbruch.

Dabei ist es nicht die Angst vor den wirtschaftlichen Schäden oder materiellen Verlusten (16 Prozent), welche die Befragten im Zusammenhang mit Wohnungseinbrüchen am meisten benennen. Stärker im Fokus steht hier eindeutig das Thema der seelischen Folgen, die Einbrüche hinterlassen können – dies wurde von 49 Prozent der Befragten angegeben.

Kostenlose Beratung der Polizei

"Ein Einbruch kann das Sicherheitsgefühl und Wohlbefinden der Betroffenen nachhaltig beeinträchtigen", bestätigt Harald Schmidt, Einbruchschutzexperte und Geschäftsführer der Polizeilichen Kriminalprävention. "Neben dem materiellen Schaden sind häufig auch dauerhafte psychische Belastungen die Folgen für die Opfer." Dabei kann bereits mit relativ einfachen Mitteln für mehr Sicherheit gesorgt werden, beispielsweise durch zusätzliche Sicherungen an Fenstern und Türen. Als wichtigste Informationsquellen über Maßnahmen zum Einbruchschutz werden von den Befragten weiterhin vor allem die Polizei und das Internet gesehen. "Wer plant, in Sicherungsmaßnahmen zu investieren, sollte sich an eine (Kriminal-)Polizeiliche Beratungsstelle wenden", so der Experte. Hier informieren Fachleute kostenlos und neutral zu effektivem Einbruchschutz.

Verhaltenstipps für mehr Einbruchschutz

  • Verschließen Sie Fenster, Balkon- und Terrassentüren auch bei kurzer Abwesenheit.
  • Vorsicht: Gekippte Fenster sind offene Fenster und von Einbrechern leicht zu öffnen.
  • Wenn Sie Ihren Schlüssel verloren haben, wechseln Sie umgehend den Schließzylinder aus.
  • Ziehen Sie die Tür nicht nur ins Schloss, sondern schließen Sie immer zweifach ab – auch wenn Sie Haus oder Wohnung nur kurzzeitig verlassen.
  • Deponieren Sie Ihren Haus- der Wohnungsschlüssel niemals draußen. Einbrecher kennen jedes Versteck!
  • Rollläden sollten zur Nachtzeit – und nach Möglichkeit nicht tagsüber – geschlossen werden. Sie wollen ja nicht schon auf den ersten Blick Ihre Abwesenheit signalisieren.
  • Lassen Sie bei einer Tür mit Glasfüllung den Schlüssel nicht innen stecken.
  • Öffnen Sie auf Klingeln nicht bedenkenlos, sondern zeigen Sie gegenüber Fremden ein gesundes Misstrauen. Nutzen Sie Türspion und Sperrbügel (Türspaltsperre).

 

Sicherheitsbefragung 2021

Die Sicherheitsbefragung 2021 wurde zum zweiten Mal nach 2020 im Auftrag von ABUS durchgeführt. Mit dieser repräsentativen Studie sollte das grundlegende Sicherheitsgefühl der Deutschen ermittelt werden. Dafür wurden 2.130 Deutsche im Zeitraum vom 23. bis 27. September 2021 befragt.

Mehr zur Studie

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