Kinderschutz geht uns alle an – Handeln bei Misshandlung

Was tun beim Verdacht auf Kindesmisshandlung? Zum heutigen Kindersicherheitstag gibt die Polizei Tipps, wie Sie Kindern helfen können. Zumeist geschieht Kindesmisshandlung innerhalb der Familie - Opfer sind deshalb auf die Hilfe von außen angewiesen: Kinderschutz geht uns alle an!

Kinder schützen

Unter Kindesmisshandlung wird heute allgemein die psychische und physische Schädigung von Kindern oder Jugendlichen durch Eltern, Erziehungsberechtigte und andere nahestehenden Personen wie Nachbarn oder Verwandte verstanden.

Bei Verdacht auf solche Situationen ist es wichtig, behutsam aber auch schnell zu handeln.

Was tun bei Verdacht auf Kindesmisshandlung?

  • Greifen Sie beim Verdacht auf Kindesmisshandlung zum Schutz des Kindes rasch ein - das Kind braucht Ihre Hilfe!
  • Nehmen Sie ein Kind ernst, wenn es von Gewalt zu Hause erzählt. Bewahren Sie Ruhe und hören Sie zu, ohne bohrende Fragen zu stellen.
  • Ermitteln Sie nicht selbst, sondern schalten Sie Fachleute von Beratungsstellen, Jugendämtern und der Polizei ein - notfalls auch anonym.
  • Eine Mitteilung an die Polizei schließt die Hilfe anderer Einrichtungen nicht aus und gewährleistet offizielle, professionelle Ermittlungen. Damit auch die zum Schutz des Kindes notwendigen Maßnahmen getroffen werden können, werden das zuständige Jugendamt oder auch das Familiengericht von der Polizei unterrichtet.
  • Zwar ist die Polizei keine Einrichtung der Opferhilfe, doch gibt es auch hier Spezialisten - etwa die Jugendbeauftragten oder die Jugendsachbearbeiter, die Sie gerne beraten.

Wichtige Telefonnummern

Elterntelefon unter der "Nummer gegen Kummer" - 0800 111 0 550

Kinder und- Jugendtelefon- 116 111

Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" - 08000 116 016

TelefonSeelsorge - 116 123

oder im Chat unter www.telefonseelsorge.de

Mehr Fakten zu Kindesmisshandlung

Mehr Tipps

Infografik Kindesmisshandlung

Broschüre Kinder schützen

Ein verängstigtes Kind, zusammengekauert, schaut einen Erwachsenen an.