Kinderfotos nicht via Messenger versenden

Mutter macht mit dem Smartphone ein Foto ihres Kleinkindes am Strand.

©canva

Das Versenden von Videos und Fotos von Kindern per Messenger App sollte gut überlegt werden. Auch für das Teilen mit Freunden und Verwandten gilt: Sind Aufnahmen verschickt, haben Eltern nicht mehr in der Hand, was mit den Dateien geschieht.

Einmal geteilte Fotos und Videos können ungewollt weiterverbreitet werden

„Das Internet vergisst nichts“ ist inzwischen eigentlich ein Allgemeinplatz: jeder geteilte Post hinterlässt einen „digitalen Fußabdruck“. Weniger bewusst ist vielen, dass das auch für Nachrichten in Messengerdiensten gilt. So teilen Eltern oft unbedacht Bilder oder Videos ihrer Kinder von Kindergeburtstagen, auf Ausflügen oder bei Besuchen im Freibad über Messenger mit Freunden und Verwandten oder posten Fotos bei WhatsApp im Status - ohne sich über mögliche Folgen und Gefahren im Klaren zu sein.

Auch in „geschlossenen Gruppen“ geteilte Bilder sind nicht davor sicher, anderweitig verbreitet zu werden und selbst aus dem privaten Status können „Schnapp­schüs­se“ erzeugt werden.

So Schützen Sie Ihr WhatsApp-Profil

 

 

In den falschen Händen: Kinderbilder können als pornografische Aufnahmen missbraucht werden

Dabei geht es nicht nur um für das Kind später einmal „peinliches“ Bildmaterial, sondern ganz besonders um Nackt­auf­nah­men oder Fotos von leicht bekleideten Kindern. Denn es gibt Profile und Seiten, die gezielt Kinderbilder sammeln und sie in einen se­xua­li­sier­ten Kontext stellen. Und so kann solches Bildmaterial dann ungewollt zu kin­der­por­no­gra­fi­schen Aufnahmen werden.

Eltern können nur vermeiden, dass die Bilder des eigenen Kindes in einem unangemessen oder straf­recht­lich relevanten Zusammenhang verwendet werden, wenn Sie - vor allem freizügige - Bilder erst gar nicht posten oder versenden!

Deshalb sollten Sie für jedes Bild genau überlegen, ob und an wen Sie das Bild versenden.

 

 

Tipps für den Umgang mit Kinderfotos in Messengerdiensten

  • Beziehen Sie Ihre Kinder mit ein. Auch Kinder haben Persönlichkeitsrechte!
  • Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Sicherheits- bzw. Privatsphäre-Einstellungen.
  • Posten oder versenden Sie keine Fotos von Kindern in peinlichen, unangenehmen oder unangemessenen Situationen.
  • Überlegen Sie, ob es für die Bildaussage des Fotos zwingend notwendig ist, das Gesicht des Kindes zu zeigen.

 

Was Sie beim Umgang mit Kinderbildern im Netz beachten sollten, erfahren Sie in den folgenden Artikeln:

Kinderfotos im Netz – gar nicht so süß!

FAQ Kinderpornografie

 

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