Vorsicht vor Erpressung mit "Pornomails"

Cyberkriminelle verschicken momentan sogenannte "Pornomails" an viele Nutzerinnen und Nutzer. Darin drohen sie, kompromittierende Videos der Betroffenen veröffentlichen zu wollen. Die Opfer sollen innerhalb von 24 Stunden mehrere Tausend Euro in Bitcoin zahlen. Die Polizei warnt: Auf keinen Fall auf Geldforderungen eingehen.

Unter dem Begriff Sextortion ist die Masche der digitalen Erpresser seit einiger Zeit bekannt. Bislang hatten Betroffene sich vorab tatsächlich zu freizügigen Videoaufnahmen per Webcam überreden lassen und wurden anschließend damit erpresst. Bei der aktuellen Variante versenden kriminelle massenweise E-Mails, in denen sie ihre Opfer persönlich ansprechen und vorgeben, das Smartphone oder den PC "gehackt" zu haben.

Ihre Behauptung untermauern sie, indem sie Passwörter und Teile der Telefonnummer der Betroffenen nennen. Sie drohen mit einer Veröffentlichung von Video- und Bildaufnahmen und fordern Bitcoins in Höhe von mehreren Tausend Euro.

Tatsache ist: In den meisten Fällen besitzen die Täter kein kompromittierendes Material. Die Passwörter usw. ihrer Opfer haben sie im Darknet aufgekauft. Oft waren die Passwörter von den Betroffenen bereits vor Monaten geändert worden.

 

Die Polizei rät bei digitaler Erpressung mit sexualisiertem Hintergrund:

  • Zahlen Sie auf keinen Fall die geforderte Summe. Wenn Sie bereits Geld überwiesen haben, versuchen Sie die Buchung über Ihre Bank rückgängig zu machen.
  • Überprüfen Sie in Suchmaschinen mit Ihrem Namen, ob neue Videos oder Fotos von Ihnen hochgeladen wurden.
  • Ändern Sie sofort alle Passwörter für Ihre Zugänge zu Foren, Mail Accounts usw.
  • Erstatten Sie auf jeden Fall Anzeige bei der Polizei.

 

Schutz vor Sextortion

Schutz vor Ramsomware