Missbrauch verhindern

Wenn es um sexuelle Gewalt an Kindern geht, denken viele an den fremden Mann, der als Triebtäter Kinder von Spielplätzen weglockt. Ein altes Klischee, das nur zu oft den Blick auf die eigentlichen Täter verdeckt. Um Kinder vor sexuellem Missbrauch zu schützen, sollten Erwachsene im Umfeld folgende Tatsachen beachten.

Sexuelle Gewalt an Kindern geschieht meist im Verborgenen. Denn Geheimhaltung gehört auch zur Strategie der Täterinnen und Täter. Oft setzen sie ihr Opfer nach der Tat unter Druck oder bedrohen es. Durch das Schweigen der kindlichen Opfer bleibt der Missbrauch oft noch länger unentdeckt - und die Täter können wiederholt sexuelle Gewalt ausüben. Zudem haben Täter auch ein Gespür für verletzliche Kinder oder ein Gefühl dafür, was Kindern fehlt. Sie manipulieren geschickt ihr Umfeld und schaffen vielfältige Möglichkeiten, um Missbrauch zu begehen. Sie nutzen dabei das kindliche Bedürfnis nach Zuwendung und Wertschätzung aus oder erfüllen auch materielle Wünsche. Dafür werden sie von anderen Erwachsenen und Kindern gemocht. Mit der Folge, dass sie weiterhin sexuelle Gewalt ausüben können.

Wichtig zu wissen ist, dass Täterinnen und Täter aus allen gesellschaftlichen Schichten stammen können. Sie gehören oft zur Familie oder zum engeren sozialen Umfeld der Kinder. Einem Großteil der Täter geht es vordergründig nicht um die sexuelle Befriedigung, sondern um das Aus- und Erleben von Macht. Sie benutzen die sexuelle Gewalt gegenüber Kindern als Mittel, um soziale Belastungen auszugleichen. Sie stärken ihr niedriges Selbstwertgefühl, indem sie Schwächere missbrauchen.

Tatsachen im Zusammenhang mit sexueller Gewalt an Kindern:

  • Sexueller Kindesmissbrauch ist immer strafbar!
  • Sexueller Kindesmissbrauch ist keine Ausnahmeerscheinung und geschieht oft in der Familie oder im sozialen Umfeld der Betroffenen.
  • Auch Frauen begehen sexuellen Kindesmissbrauch. Zudem können auch Kinder und Jugendliche anderen sexuelle Gewalt antun.
  • Täterinnen und Täter nutzen ein ungleiches Machtverhältnis zwischen ihnen und ihren Opfern aus.
  • Täterinnen und Täter stammen aus allen Alters- und Gesellschaftschichten.

 

So gehen Täterinnen und Täter vor

So können Erwachsene Kinder stärken