Western Union entschädigt Betrugsopfer

Der Finanzdienstleister "Western Union" entschädigt Kunden, die über seine angebotenen Dienstleistungen von Dritten betrogen wurden. Dies gilt für alle Betrugsfälle, die zwischen dem 01.01.2004 und 19.01.2017 begangen wurden.

Eine nach wie vor beliebte Betrugsmasche bei Internetkäufen besteht im Angebot hochwertiger Fahrzeuge – meist mit Standort im EU-Ausland -  auf verschiedenen Internetplattformen zu Schnäppchenpreisen. Die Zahlung der des Kaufpreises  soll an ein angebliches sicheres Treuhand- bzw. Transportunternehmen erfolgen. Hierzu platzieren die Betrüger professionell gestaltete Internetseiten, die sich oft am Design seriöser Plattformen und Firmen (z.B. der großen Automobil-Plattformen) orientieren.

Wer im Zeitraum zwischen 01.01.2004 und 19.01.2017 Zahlungen über Western Union vorgenommen und keine Gegenleistung erhalten hat, etwa weil ein Auto online gekauft, bezahlt aber nicht geliefert wurde, hat nun die Gelegenheit, eine (teilweise) Rückerstattung von Western Union zu erreichen.

Hintergrund ist, dass Western Union gegenüber US Behörden eingeräumt hat, kriminelle Maschen wie obige begünstigt und Verstöße gegen US (Geldwäsche-)Vorschriften begangen zu haben. Western Union hat sich verpflichtet, einen Betrag von 586 Millionen US Dollar für Geschädigte zur Verfügung zu stellen. Wer in dem oben beschriebenen Zeitraum durch Western Union-Geldanweisungen einen Schaden erlitten hat, kann bis zum 31. Mai 2018 einen Antrag auf Entschädigung stellen.

Weitere Informationen sowie ein Antragsformular gibt es unter http://www.westernunionremission.com/ .

Der Antrag kann auch gestellt werden, wenn keine US Staatsbürgerschaft vorliegt bzw. der Betrug über Western Union außerhalb der Vereinigten Staaten stattgefunden hat.

Tipps, um nicht Opfer eines Finanzbetruges zu werden