Vorsicht: Datenklau am Geldautomaten

Der Datendiebstahl an Geldautomaten hat in diesem Jahr abgenommen. In Deutschland wurde bis November 428 Mal an Geldautomaten manipuliert, um Daten auszuspähen. Im Vorjahreszeitraum waren es 476 Fälle, im Gesamtjahr 2017 waren es 499. Doch was passiert da? Die Daten auf der Geldkarte werden ausgelesen, die Eingabe der PIN gefilmt. Mit den gestohlenen Daten und einer Blanko-Karte können sich Kriminelle an fremden Konten bedienen.

 

Von Januar bis einschließlich November 2018 manipulierten Kriminelle im Südwesten in fünf Fällen Geldautomaten, um Kartendaten und Geheimnummern (PIN) von Bankkunden auszuspähen. Im Vorjahreszeitraum zählte Euro Kartensysteme noch neun solcher «Skimming»-Fälle, im Gesamtjahr 2017 waren es ebenfalls neun. Dabei können einige Automaten aber auch mehrfach angegriffen worden sein.

 

Den Bruttoschaden durch «Skimming» im laufenden Jahr bezifferten die Frankfurter Experten bis einschließlich November in Deutschland auf rund 1,34 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es noch knapp 2,1 Millionen, im Gesamtjahr 2017 rund 2,2 Millionen Euro.

 

Bezahlt machen sich vor allem die Investitionen der Branche in sogenannte EMV-Technologie. Dabei sind Bezahlkarten statt mit vergleichsweise leicht kopierbaren Magnetstreifen mit einer Art Mini-Computer ausgestattet. Die Karte wird so bei jedem Gebrauch auf Echtheit geprüft. Im Grunde funktionieren Kartendubletten auf Basis gestohlener Daten nur noch dort, wo Bezahlkarten nach wie vor mit Magnetstreifen ausgerüstet werden - zum Beispiel in den USA. Aber auch als Privatperson können Sie sich schützen.

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