Mieter und Eigentümer

Planerische und sicherheitsrelevante Kenntnisse frühzeitig zusammenführen

Durch das frühzeitige Zusammenführen planerischer und sicherheitsrelevanter Kenntnisse kann eine erhebliche kriminalpräventive Wirkung im Wohnumfeld erreicht werden. Dabei ist das Ziel, durch städtebauliche Maßnahmen Tatgelegenheitsstrukturen bereits im Vorfeld zu vermeiden und zusätzlich durch eine Intensivierung der Einflussnahme auf die baulichen, räumlichen, infrastrukturellen und sozialen Gestaltungselemente von Wohnquartieren die Wohnqualität zu verbessern, die Kriminalität zu reduzieren und das Sicherheitsgefühl der Bewohner und Nutzer zu erhöhen.

Für das sicherheitsbewusste Verhalten in und um Wohngebäuden / Quartieren ist es zunächst unerheblich, ob es sich dabei um Mieter oder um Eigentümer handelt. Die Unterscheidung zwischen Mieter und Eigentümer ist erst dann relevant, wenn es um verschiedene Pflichten und bauliche Maßnahmen geht.

Ein Mieter einer Wohnung muss diese nur in dem Maß instand halten, wie es im Mietvertrag vereinbart ist. Solche Vorgaben müssen sich immer im Rahmen der gesetzlichen Regelungen bewegen. Wichtig ist: der Mieter hat in der Regel keine Instandhaltungspflicht am Haus und am Grundstück. Diese obliegt dem Wohnungs- bzw. Hauseigentümer. Bei einem Mehrfamilienhaus wäre das Ausmaß seiner Pflicht abhängig davon, welche Regelungen die Eigentümer aller Wohnungen innerhalb eines Hauses getroffen haben (Teilungserklärung, Hausordnung und Sonderbestimmungen). Mögliche bauliche Veränderungen am Wohngebäude und auf dem Grundstück, wie sie sich möglicherweise aus kriminalpräventiver Sicht und polizeilichen Empfehlungen ergeben, müssen immer in Abstimmung mit dem Eigentümer und ggf. auch mit der gesamten Eigentümergemeinschaft erfolgen, da ohne deren Zustimmung eine bauliche Umsetzung in der Regel nicht möglich ist!