Bahnsteige

Sichteinschränkungen möglichst gering halten

Bahnsteige sind häufig mit unterschiedlichsten Elementen wie Fahrschein- und Getränkeautomaten, Notrufsäulen, Kiosken aller Art, Bänken und Mülleimern vollgestellt. Bei U-Bahnanlagen wird die Sicht meist durch die statisch notwendigen Stützen zusätzlich erschwert. Bei der Bahnsteigmöblierung ist deshalb darauf zu achten, dass die Sichteinschränkungen möglichst gering bleiben und sich zwischen und hinter einzelnen Elementen keine Versteckmöglichkeiten bieten, die auch der meist vorhandenen Videoüberwachung entzogen sind und sich beispielsweise für den schnellen Drogenhandel anbieten.

Die Anordnung der Sitzbänke sollte wohl überlegt werden: Sie können z. B. kompakt und einander zugewandt zwischen Stützen aufgestellt werden statt jeweils nur einer Bahnsteigseite zugewandt. Dadurch wird eine bessere Sichtkontrolle über den gesamten Bahnsteig ermöglicht.

Notrufsäulen gehören zum Ausstattungsstandard. Um das Sicherheitsgefühl bewusst zu stärken, können so genannte „Blue Zones“ eingerichtet werden, d. h. speziell durch Bodenmarkierung gekennzeichnete Flächen, die besonders im Fokus der Videoüberwachung stehen. Menschen mit einem höheren Sicherheitsbedürfnis können sich während der Wartezeiten bewusst in diesen Zonen aufhalten, die auch mit Sitzmöglichkeiten ausgestattet werden sollten.  

 

Exemplarische Leitfragen:

  • Sind ausreichend Müllbehälter vorhanden?
  • Gibt es gut sichtbare Notrufeinrichtungen oder Sicherheitszonen?
  • Sind die Sitzmöglichkeiten übersichtlich gestaltet und vandalismusresistent?
  • Gibt es eine soziale Kontrolle durch Gewerbetreibende?