Präventionsangebote

Initiativen: Engagiert für Toleranz

Zahlreiche Projekte und Initiativen für Demokratie und gegen Extremismus zeigen, dass viele Menschen in unserer Gesellschaft bereit sind, sich aktiv für Toleranz und gegen Extremismus zu engagieren.

Nachfolgend haben wir für Sie einige Informationen hierüber zusammengestellt:

Ausführliche Informationen zum Thema Rechtsextremismus sind auf dem Internetportal der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB)  zu finden. Zu den inhaltlichen Schwerpunkten gehören die Vermittlung von Kenntnissen über politische Strukturen und Prozesse in Deutschland sowie nationale, europäische  bzw. globale Entwicklungen in Verbindung mit dem Rechtsextremismus.

Die Internetseite www.polizeifürdich.de  bietet eine bundesweite Informationsplattform für Jugendliche an, auf welcher auch die Themenfelder der politisch motivierten Kriminalität erörtert werden.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) unterstützt mit dem Bundesprogramm "Demokratie leben!" verschiedene Projekte mit dem Ziel, die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit dem Extremismus anzuregen und junge Menschen dazu zu befähigen, bestimmte Positionen als demokratiefeindlich zu erkennen und zu entkräften sowie für ein tolerantes Miteinander einzutreten. Das BMFSFJ stellt eine Übersicht über die geförderten Projekte zur Verfügung. Hauptzielgruppe des Programms sind neben Jugendlichen auch Eltern, Pädagogen sowie sonstige Multiplikatoren.

Im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" und in enger Zusammenarbeit mit den Länderministerien bestehen in allen Bundesländern Demokratiezentren zur landesweiten Koordinierung, Vernetzung und Opfer- und Ausstiegsberatung. Die Landeskoordinierungsstellen bündeln Informationen über die Kompetenzen der Fachkräfte in den staatlichen und nicht-staatlichen Einrichtungen des Landes in der Arbeit gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus. Eine Übersicht über die Ansprechpartner erhalten sie hier.

Den Beratungsnetzwerken gehören Experten aus staatlichen und zivilgesellschaftlichen Bereichen wie Jugendsozialarbeit, Polizei, Justiz, Psychologie, Wissenschaft, Kirchen, Ämtern und Ministerien an. Daneben bestehen lokale Partnerschaften für Demokratie mit kommunalen Gebietskörperschaften (eine Übersicht erhalten Sie hier). Modellprojekte zu ausgewählten Phänomenen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und zur Demokratiestärkung im ländlichen Raum (eine Übersicht erhalten Sie hier) sowie eine Strukturförderung von bundeszentralen Trägern (eine Übersicht erhalten Sie hier).

Seit 2008 bietet der Verein "Gegen Vergessen - Für Demokratie" eine "Online-Beratung gegen Rechtsextremismus" an. Unter dem Menüpunkt "Adressen" finden sich mittels Eingabe der persönlichen Postleitzahl schnell und unkompliziert Beratungseinrichtungen zum Thema in der Nähe. 

In den Datenbanken des Bundesprogramms "Toleranz fördern - Kompetenz stärken", den Aktionsprogrammen "Stiftung Demokratische Jugend" sowie XENOS oder auf dem "Deutschen Bildungsserver" finden sich ebenso viele Hinweise auf lokale Projekte.

Der Landespräventionsrat Niedersachsen bietet darüber hinaus als Unterstützung für Schulen die Datenbank "Grüne Liste Prävention" über bestehende Gewaltpräventionsprogramme und Demokratiekonzepte an. Die empfohlenen Präventionsprogramme werden dabei in drei Stufen bezüglich des Nachweises ihrer Wirksamkeit eingeteilt. Zu jedem Präventionsprogramm finden sich die Inhalte und die dazugehörigen Evaluationsergebnisse sowie die jeweiligen Ansprechpartner für eine mögliche Implementierung des Programms an Schulen.

Die Initiative Klicksafe bietet differenzierte Unterrichtsmaterialien zu verschiedenen Gewaltphänomenen im Umgang mit digitalen Medien wie zum Beispiel "Cybermobbing" oder auch "Rechtsextremismus" an. Diese Präventionsmaterialien richten sich in erster Linie an Lehrer und pädagogische Fachkräfte, die sich im Rahmen des Unterrichts mit den oben genannten Themen gemeinsam mit ihren Schülern auseinandersetzen.

Das "BIK Netz-Präventionsnetz gegen Rechtsextremismus", dessen Initiator das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist, umfasst ein bundesweites Informations- und Kompetenznetz zur Unterstützung der präventiv-pädagogischen Arbeit gegen Rechtsextremismus.

Im Rahmen der Handlung des Comics "Andi" des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes werden verschiedene Aspekte des Rechtsextremismus für die Zielgruppe Kinder und Jugendliche einfach und verständlich erklärt. Zudem wurde die Auflage um die Themen "Autonome Nationalisten" und "Gewalt" erweitert. Der Comic ist ebenso als kostenlose App für Smartphones abrufbar.

Mit der Broschüre "Rechte Sprüche in der Klasse" des Landesrates für Kriminalitätsverhütung aus Schleswig-Holstein soll die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen unterstützt werden. Die Broschüre wendet sich insbesondere an Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte. Sie bietet eine Unterrichtshilfe zum konkreten Umgang mit rechtsextremistisch orientierten Schülern.

Die Publikation "Erlebniswelt Rechtsextremismus", herausgegeben von Dr. Stefan Glaser und Dr. Thomas Pfeiffer, geht den Strategien nach, die hinter der Erlebniswelt stecken, und analysiert vor allem Musik und Internetseiten der rechtsextremen Szene. Zugleich werden in dem Buch praxisorientierte Ansätze für die schulische Präventionsarbeit vermittelt und aufgezeigt.

Im Januar 2011 wurde auf Initiative des Bundesministeriums des Innern, des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, des Deutschen Fußball-Bundes und der Deutschen Sportjugend die Kampagne "Sport und Politik verein(t) gegen Rechtsextremismus" gestartet. Sie wird von diversen Akteuren aus Politik und Sport auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene getragen. Ziel der Kampagne ist es, Rechtsextremismus und Diskriminierung im Sport, im Umfeld des Sports, aber auch mit den Mitteln des Sports vorzubeugen und zu bekämpfen.

Im Rahmen dieser Kampagne ließ das Bundesministerium des Innern die Fotoserie  "VorBILDER - Sport und Politik vereint gegen Rechtsextremismus" erstellen, die als Wanderausstellung  seit September 2014 bundesweit zum Einsatz kommt. Sie soll am jeweiligen Ausstellungsstandort lokalen Akteuren als Anlass dienen, sich dem Themenkomplex zu widmen und eine möglichst breite Öffentlichkeit zu erreichen. Namhafte Sportler und Politiker, darunter Joachim Gauck, Gerald Asamoah, Joachim Löw und Norbert Lammert, fanden sich zu Paaren für kunstvolle, im Rahmen intensiver Gespräche entstandene Schwarz-Weiß-Aufnahmen zusammen. Ihre gemeinsam gefundenen Aussagen sind ein deutliches Bekenntnis für Fair Play, Demokratie und Menschenwürde sowie gegen Diskriminierung, Rassismus und Rechtsextremismus. Diese Fotoserie soll verdeutlichen, dass Sport und Politik gemeinsam ein starkes Team in der Abwehr von rechtsextremen Tendenzen darstellen.

Bezugnehmend auf die Wanderausstellung entwickelte die Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention im Auftrag des Bundesministeriums des Innern eine Handreichung für die schulische und außerschulische Jugendarbeit. Sie ergänzt die Wanderausstellung durch vielfältige pädagogische Impulse und Hintergrundinformationen. Zudem kann sie auch unabhängig von einem Ausstellungsbesuch genutzt werden. Die Inhalte unterstützen die allgemeine pädagogische bzw. präventive Arbeit mit Jugendlichen und helfen darüber hinaus, z.B. in konkreten Situationen von Alltagsrassismus angemessen zu reagieren. Ziel ist es, insbesondere Jugendliche über Diskriminierung, Rassismus und Rechtsextremismus aufzuklären. Sie sollen sensibilisiert werden, sich kritisch mit problematischen Einstellungs- und Verhaltensmustern auseinanderzusetzen. Die Handreichung kann sowohl im institutionellen Kontext von Schule und Jugendeinrichtungen als auch in Sportvereinen eingesetzt werden. Sie richtet sich insbesondere an Fachkräfte (z.B. Lehrer, Schul- und Jugendsozialarbeiter, Übungsleiter, Trainer) die mit Jugendlichen ab einem Alter von zwölf Jahren tätig sind.

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