Körperverletzung und Sachbeschädigung

Körperverletzung, Sachbeschädigung

Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit (§§223 – 231 StGB)

Wer eine andere Person in ihrer körperlichen Unversehrtheit beeinträchtigt oder ihre Gesundheit schädigt, begeht eine Körperverletzung.

Wer einer anderen Person schwerwiegende Gesundheitsschäden zufügt, begeht eine schwere Körperverletzung. Derjenige, der einer anderen Person mit Hilfe einer Waffe/einem Werkzeug oder gemeinsam mit anderen Personen eine Körperverletzung zufügt, verübt eine gefährliche Körperverletzung.

Bei allen Körperverletzungsdelikten ist bereits der Versuch strafbar, mehrjährige Freiheitsstrafen sind möglich.

Typisch für Versammlungen mit gewalttätigem Verlauf sind gefährliche Körperverletzungen, die durch Waffen im Sinne des Waffengesetzes, wie z.B. Messer oder bestimmte Schlagwerkzeuge, oder auch durch das Werfen von Flaschen oder Steinen verursacht werden. Auch massive Faustschläge gegen den Kopf, Würgegriffe am Hals oder Rauchvergiftungen durch bengalische Feuer wurden bereits als Angriffe bzw. Verletzungen registriert.

Auch wer aus einer Menschenmenge heraus Steine oder Flaschen wirft und eine Person nur ungewollt verletzt, macht sich wegen einer fahrlässigen Körperverletzung strafbar.

 

Sachbeschädigungen (§§303 – 305a StGB)

Wer rechtswidrig eine fremde Sache beschädigt oder zerstört begeht eine Sachbeschädigung. Dazu zählen u.a. das Beschmutzen von Kleidung, z.B. durch Farbe oder das Werfen von Eiern, das Ablassen von Luft aus Kraftfahrzeugreifen, das Überkleben von Verkehrsschildern sowie das Aufsprühen bzw. Aufmalen von Parolen auf Hauswände, Asphalt etc.

Sind Kraftfahrzeuge der Polizei, der Bundeswehr, der Feuerwehr oder eines Rettungsdienstes nicht mehr oder nur noch teilweise einsatzfähig, liegt eine Zerstörung wichtiger Arbeitsmittel vor.

Sachbeschädigungen können mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren geahndet werden. Bereits der Versuch ist strafbar.

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