Strukturen

Strömungen im Linksextremismus

Im extremistischen Teil der linken Szene gibt es zwei Hauptströmungen: den revolutionären Marxismus und die für die Polizeipraxis relevantere, zumeist gewaltbereite, autonome Szene. Angestrebt werden ein sozialistisches bzw. kommunistisches System oder eine anarchistische Gesellschaft ohne jegliche Herrschaftsstruktur. Diese Ziele setzen den Umsturz der bestehenden Staats- und Gesellschaftsordnung voraus.

Ausführliche Informationen zum Thema „Linksextremismus“ finden sich unter anderem auf den Webseiten des Bundesamtes für Verfassungsschutz sowie der Bundeszentrale für politische Bildung.

 

Gewaltbereite anarchistische Gruppierungen („Autonome“)

Die oftmals gewaltbereiten Anhänger anarchistischer Strömungen agieren in eher losen Gruppierungen auf lokaler bzw. regionaler Ebene. Es gibt zwar Kontakte zu anderen Gruppen aus der gewaltbereiten Szene, jedoch keine festen Struktur- bzw. Hierarchieebenen. Letztere werden als Ausdruck autoritären Denkens - zumindest in der Theorie - abgelehnt und bestehen in der Regel nur inoffiziell.

Charakteristisch für die gewaltbereite anarchistische Szene ist ihre Verweigerungs- und Protesthaltung gegenüber den bestehenden politischen und gesellschaftlichen Verhältnissen. Gewalt gilt als legitim, um politische Ziele durchzusetzen und wird als „unverzichtbares Mittel“ gegen die „strukturelle Gewalt“ des Staates gerechtfertigt.

Meist handelt es sich um Cliquen bzw. Gruppen von Jugendlichen, Heranwachsenden und jüngeren Erwachsenen, die aufgrund ihrer Forderung nach selbst bestimmten „Jugendräumen“ und „kulturellen Zentren“ sowie dem Propagieren eines selbst bestimmten Lebens in Konfrontation mit Staat, „Kapital“ und sonstigen Gegnern (zumeist Rechtsextremisten) treten.

Ihnen schließen sich auch Personen an, die sich weniger von den politischen Inhalten angezogen fühlen, sondern eher ihre Gewaltbereitschaft und Aktionsorientierung ausleben wollen. Sie reisen im Zuge eines sogenannten „Gewalttourismus“ zu Veranstaltungen, z.B. Demonstrationen, um dort ihre Zerstörungswut und Aggressivität in Krawallen u.a. gegenüber den polizeilichen Einsatzkräften sowie dem „politischen Gegner“ (Rechtsextremisten) auszuleben.

Gewaltbereite Täter, die oftmals unter dem Banner „Autonome“ bzw. „Antifa“ auftreten, planen und führen illegale Aktionen zumeist anlassbezogen durch. Diese reichen von Sachbeschädigungen über Körperverletzungen bis hin zu Brand- und Sprengstoffanschlägen.

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