Tipps

So schützen Sie Kinder vor Gewalt

Ratschläge und nützliche Verhaltensregeln, damit Sie sicher leben.

Welchen Anteil die erbliche Anlage und welchen die Erziehung am Verhalten eines Menschen hat, ist zwar nach wie vor umstritten. Fest steht allerdings: Wer seinen Kindern ein positives Vorbild vermittelt, kann die kindliche und jugendliche Anfälligkeit für Gewalt deutlich vermindern. Mit den nachfolgenden Tipps tragen Sie also zu einer möglichst gewaltfreien Sozialisation Ihres Kindes bei.

 

  1. Sprechen Sie öfter mit den Lehrern Ihres Kindes und tauschen Sie sich regelmäßig mit anderen Eltern aus.
  2. Machen Sie Probleme wie Diebstahl, Raub, Erpressung und Nötigung zum Gesprächsthema auf Elternabenden. Verlieren Sie aber keinesfalls den Mut, wenn Sie dabei auf eine Mauer des Schweigens stoßen, zumal Schulen, Jugendeinrichtungen, Erzieher und Eltern oft um ihren "guten Ruf" fürchten.
  3. Hören Sie Ihrem Kind gut zu. Reagieren Sie sensibel, wenn es von gewalttätigen Auseinandersetzungen erzählt. Gehen Sie der Sache auf den Grund, wenn Ihr Kind mit Verletzungen nach Hause kommt oder ihm ein wertvolles Kleidungsstück oder eine Uhr fehlt.
  4. Forschen Sie nach, wenn in Ihrem Geldbeutel oder sonst in der Wohnung etwas abhanden gekommen ist. Gehen Sie dabei aber behutsam vor; denn: Sollte Ihr Kind erpresst werden, hat es große Angst.
  5. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind keine größeren Geldbeträge oder wertvolle Gegenstände mit in die Schule nimmt.
  6. Nehmen Sie sich Zeit für Ihr Kind! Sprechen Sie mit ihm über seine Wünsche und Nöte, aber auch über seine Freunde und Bekannten. Nur so bringen Sie in Erfahrung, mit wem Ihr Kind (in der Schule bzw. in der Freizeit) Umgang pflegt.
  7. Setzen Sie klare Wertmaßstäbe! Zeigen Sie Grenzen auf, aber lassen Sie trotzdem immer einen Spielraum offen, der es Ihrem Kind erlaubt, sich auch in schwierigen Situationen an Sie zu wenden, ohne vor Strafen Angst haben zu müssen.


Weiteren Rat und zusätzliche Hilfe erhalten Sie bei den örtlichen Erziehungsberatungsstellen und beim Jugendamt. Kompetente Ansprechpartner sind die Jugendsachbearbeiter bzw. Jugendbeauftragten Ihrer Polizei.

Medien zum Thema

Wege aus der Gewalt
Broschüre, 44 Seiten, A5

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Herausforderung Gewalt
Handreichung, 108 Seiten, A4

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Infografiken

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