Keine Chance
für Diebe!

Ratschläge und nützliche
Verhaltensregeln, damit
Sie sicher leben.

Egal ob Fahrrad, Motorrad, Motorroller oder Mofa – sichern Sie Ihr Zweirad ausreichend gegen Diebstahl! Worauf es bei der wirksamen Sicherung und der Identifizierung eines Zweirades wirklich ankommt, beschreiben die unten stehenden Empfehlungen. Dabei gilt immer mögliche Sicherungsvorrichtungen konsequent einzusetzen.

Elektrische / mechanische Sicherung Ihres Motorrads

Heute sind die meisten Motorräder serienmäßig mit einer elektronischen Wegfahrsperre ausgerüstet. Anderenfalls kann die Wegfahrsperre gegen Aufpreis dazubestellt werden, was unbedingt zu empfehlen ist.

Die Wegfahrsperre verhindert das Starten oder Kurzschließen des Motorrads. Darüber hinaus ist es auch nicht mehr so einfach, das Kombischaltermodul auszuwechseln bzw. am Kombischalter zu manipulieren.

Zusätzlich können Sie Ihr Motorrad mit einer Diebstahlwarnanlage (DWA) ausrüsten. Setzen Sie beide Sicherungsvorrichtungen konsequent ein. Einige Hersteller rüsten die Motorräder ab Werk mit einer DWA aus. Wurde das Motorrad ohne DWA und Wegfahrsperre geliefert, kann es beim Fachhandel nachgerüstet werden.

Die Wegfahrsperre und DWA bieten zwar keinen absoluten Diebstahlschutz, verhindern aber, dass Unbefugte einfach aufsitzen und wegfahren – immer noch eine der häufigsten Diebstahlformen bei Motorrädern.

Die Sicherung durch eine elektronische Wegfahrsperre oder DWA sollte einhergehen mit einer optimalen mechanischen Sicherung.

Entscheiden Sie sich bei Ketten, Bügeln und Schlössern in jedem Fall für "geprüfte Qualität" und für hochwertiges Material wie durchgehärteten Spezialstahl und massive Schließsysteme. Viele Hersteller bieten ihre Produkte farblich gekennzeichnet nach Sicherungsklassen an. Die Schadenverhütung GmbH (VdS) bietet ein Verzeichnis von anerkannten Zweiradschlössern an (VDS-RL 2842). Das Verzeichnis kann im Internet angesehen werden.

VdS-anerkannte Produkte für mechanische Sicherungseinrichtungen:
Zweiradschlösser - Klasse A+
Zweiradschlösser - Klasse B+

Sollten die o.g. Links nicht aufrufbar sein, benutzen Sie bitte die Startseite des VdS.

Sicherung von Fahrrädern

Die Fallzahlen beim Fahrraddiebstahl halten sich weiterhin auf hohem Niveau. Neuerdings haben es die Diebe auch auf hochwertige E-Bikes abgesehen.

Lokale Untersuchungen, die als repräsentativ angesehen werden können, zeigen, dass etwa jedes sechste gestohlene Fahrrad ungesichert abgestellt war, und dass der Diebstahl aus umschlossenen Räumen (wie Garagen, Keller und Verkaufsräume) nur einen sehr geringen Anteil darstellt. Der Fahrraddiebstahl wird teilweise durch eine fehlende oder eine schlechte Sicherung (Billigschlösser) begünstigt. Häufig werden Fahrräder mit zwar wirksamen Schlössern abgeschlossen, jedoch nicht angeschlossen. Das heißt, sie können mühelos weggetragen werden.

Vor allem Abschreckung schützt vor Fahrradklau. Dafür eignen sich insbesondere stabile Bügelschlösser und Panzerkabel. Für ein passendes Schloss sollten rund zehn Prozent des Fahrradpreises eingerechnet werden. Je teurer und leichter ein Rad ist, umso schwerer und teurer sollte auch ein adäquates Schloss sein.

Entscheiden Sie sich bei Ketten, Bügeln und Schlössern in jedem Fall für "geprüfte Qualität" und für hochwertiges Material wie durchgehärteten Spezialstahl und massive Schließsysteme. Viele Hersteller bieten ihre Produkte farblich gekennzeichnet nach Sicherungsklassen an. Der Verband der Schadensversicherer (VdS) bietet ein Verzeichnis von anerkannten Zweiradschlössern an (VDS-RL 2597). Das Verzeichnis kann im Internet angesehen werden.

VdS-anerkannte Produkte für mechanische Sicherungseinrichtungen:
Zweiradschlösser - Klasse A+
Zweiradschlösser - Klasse B+

Sollten die o.g. Links nicht aufrufbar sein, benutzen Sie bitte die Startseite des VdS.

Wählen Sie ein Fahrradschloss, das aus durchgehärtetem Spezialstahl hergestellt ist und mit einem massiven Schließsystem ausgerüstet ist. Haben Sie Ihr Fahrrad nach Möglichkeit immer im Blick. Schließen Sie den Rahmen und beide Räder stets an fest verankerte Gegenstände an.

Fahrradcodierung

Vielerorts bieten unterschiedliche Institutionen wie Versicherungen, Fahrradhändler, der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC), Vereine oder Institutionen, aber teilweise auch die Polizei bei Vorlage eines Eigentumsnachweises eine alphanumerische Codierung des Fahrrads an. Diese besteht aus einer Kombination aus Buchstaben und Ziffern, an. Der Eintrag mit witterungsbeständig lackierter Gravur enthält die verschlüsselte Wohnanschrift des Eigentümers. Die Codiernummer ist setzt regional unterschiedlich zusammen.

Zum Beispiel folgendermaßen:

  • HH Stadt- bzw. Kreiskennung, analog dem Kfz-Kennzeichen Gemeindekennung (zwei- bzw. dreistellig)
  • 12345 Straßenschlüssel (fünfstellig)
  • 678 Hausnummer (dreistellig)
  • AB Initialen des Eigentümers (zweistellig)

Viele Fundämter und Polizeidienststellen sind in der Lage, diesen Code zu "übersetzen" und als "Klarinformation" zu lesen. So kann sehr schnell eine Plausibilitätsprüfung erfolgen, die klärt, ob der Radfahrer möglicherweise tatsächlich der rechtmäßige Eigentümer ist. Ein weiterer Vorteil: Die Weitergabe und der Verkauf gestohlener Räder werden unattraktiv, da sich die Codiernummern nur sehr schwer wieder entfernen lassen. Ein Hehler wird dem Dieb die "heiße" - weil gekennzeichnete - "Ware" nicht abnehmen.

In einigen Bundesländern bietet die Polizei inzwischen auch eine Online-Fahrradregistrierung an. Näheres hierzu erfahren Sie bei Ihrer zuständigen Polizeidienststelle.