Tipps

Time-Sharing: seriöse Anbieter finden

Ratschläge und nützliche Verhaltensregeln, damit Sie sicher leben.

Informieren Sie sich frühzeitig – möglichst schon vor Reiseantritt – wenn Sie beabsichtigen, eine Timesharing- oder sonstige Mitgliedschaft in Ferienclubs zu erwerben.

 

... vor dem Gespräch:

  • Vergleichen Sie: Warum sind Sie mitgekommen (z. B. Gewinn abholen) und um was geht es tatsächlich? Wer Sie mit einer Lüge in ein Verkaufsgespräch lockt, ist auch bereit, Sie zu betrügen!
  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen zur Teilnahme an dem Gespräch.

 

... während des Gespräches:

  • Konsumieren Sie keinen Alkohol! Dieser trübt Ihre Wahrnehmung und Urteilsfähigkeit.
  • Wenn Sie ein schlechtes Gefühl bei den Verhandlungen haben, hat das seinen Grund. Dies reicht aus, um das Gespräch abzubrechen.
  • Lassen Sie sich auch nicht unter Druck setzen durch Unannehmlichkeiten, wie ausbleibenden Rücktransport zum Hotel oder Rechnung für die Verköstigung! Sie haben immer das Recht, aufzustehen und das Gespräch zu beenden. Sie sind nicht verpflichtet irgendwelche Kosten (z.B. Einladung zum Getränk, versprochenes Geschenk etc.) zu tragen.
  • Vergleichen Sie, was Ihnen versprochen und gezeigt wurde mit dem, was im Vertrag steht. Nur was geschrieben steht, gilt im Zweifel!
  • Seien Sie misstrauisch, wenn Ihnen hohe Renditen versprochen werden. Hohe Renditen sind immer mit hohem Risiko oder mit Betrug verbunden. Sie könnten Ihr Geld verlieren.
  • Verlangen Sie bei Holiday-Packs einen urkundlichen Nachweis, dass Ihr Verhandlungs-/ Vertragspartner Eigentümer der Ferienanlage ist oder er berechtigt ist, Gäste dorthin einzuladen.
  • Geben Sie niemandem Ihre Ausweispapiere. Auch die Kopie davon kann für weitere Betrugshandlungen genutzt werden! Vor dem Abschluss eines Vertrages gehen Ihre persönlichen Daten niemanden etwas an.

 

... falls Sie einen Vertrag unterzeichnen wollen:

  • Unterzeichnen Sie niemals an Ort und Stelle! Verlangen Sie, den Vertrag mitnehmen zu können, um ihn zu prüfen. Lassen Sie sich auch hier nicht unter Zeitdruck setzen (z.B. durch Floskeln wie „Sonderangebot, gilt nur bei sofortiger Unterschrift“).
  • Unterzeichnen Sie keinen Vertrag, der keine Ausstiegsklausel (z.B. Kündigungsmöglichkeit) enthält. Im Vertrag sollte Sie zudem auf Ihr zweiwöchiges Widerrufsrecht hingewiesen werden.
  • Lassen Sie sich die Ihnen vorgelegten Vertragsunterlagen bis in alle Einzelheiten erklären.
  • Unterzeichnen Sie auf keinen Fall etwas, was Sie nicht vollständig verstehen und das nicht in Ihrer Heimatsprache abgefasst ist!

 

Sollten Sie den Vertrag dennoch unterschrieben haben und Ihnen nachträglich Zweifel kommen, nutzen Sie Ihr 14-tägiges Widerrufsrecht und widerrufen Sie den Vertrag gegenüber allen Gesellschaften, die in dem Vertragsdokument genannt werden in schriftlicher und nachweisbarer Form (Einschreiben mit Rückschein), und suchen Sie unverzüglich den Rat eines Anwaltes.

 

Zahlungsmodalitäten

  • Leisten Sie niemals eine Anzahlung! Außerdem ist es dem Anbieter verboten, bereits mit Vertragsabschluss und während der zweiwöchigen Widerrufsfrist eine Anzahlung zu fordern oder anzunehmen.
  • Geben Sie Ihre Kreditkarte niemals aus der Hand. Bezahlen Sie per Überweisung aus Deutschland. Dabei gewinnen Sie Zeit, alles zu prüfen.

 

Wie Sie sich beim Wiederverkauf von Timesharing-Anteilen schützen

  • Fragen Sie den Anrufer, woher er die Kenntnis über Ihre Timesharing-Anteile hat.
  • Fragen Sie auch nach vollständigem Namen, Funktion, Herkunftsort usw. des Anrufers.
  • Lassen Sie sich nicht von akademischen Titeln und seriösen Fassaden täuschen.
  • Bezahlen Sie nie im Voraus! Seriöse Unternehmen ziehen etwaige Gebühren nach dem Geschäft ab und überweisen Ihnen den Restbetrag.
  • Werden Sie misstrauisch, wenn Ihnen hohe Summen geboten werden. Der Wiederverkauf von Timesharing-Anteilen ist schwierig.
  • Bedenken Sie, die Kosten für Flug und Unterbringung bei Verkaufsabwicklung vor Ort gehen zu Ihren Lasten.
  • Allein die notarielle/treuhänderische Abwicklung des Vertrags bürgt nicht für die Seriosität des Geschäftes. Oft existieren die angeblichen Notare überhaupt nicht.
  • Unerbetene Anrufe (cold callings) sind häufig wettbewerbswidrig und verstoßen dann gegen den § 1 UWG. Dieses Gesetz soll verhindern, dass unvorbereitet telefonisch mit Ihnen Vertragsabschlüsse angebahnt werden, ohne dass eine vorherige Geschäftsbeziehung bestand.

Medien zum Thema

Langfinger machen niemals Urlaub!
Faltblatt, 16 Seiten, DIN-lang

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