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Bundesweit wurden 2015 insgesamt 966.326 Betrugsdelikte erfasst - dabei wird "Betrug an der Haustür" nicht gesondert erfasst. Dies ist gegenüber dem Vorjahr eine Veränderung von -0,3 Prozent.

Trotz einer Aufklärungsquote von immerhin 76,4 Prozent verbleiben dennoch Schäden, die beträchtlich sein können und für die Opfer oft nicht wieder auszugleichen sind. Hauptzielgruppe für Betrügereien an der Haustür sind vorwiegend Senioren, die in der scheinbaren Geborgenheit ihrer Wohnung aufgesucht werden.

Ziel der Täter ist es, Einlass in die Wohnung zu finden; denn dort gibt es in der Regel keine Zeugen oder Hilfe durch Dritte. Das Erscheinungsbild der Täter ist hierbei unterschiedlich. Den gut gekleideten Geschäftsmann findet man genauso wie den Handwerker in Arbeitskleidung, den Hilfsbedürftigen oder sogar angebliche Amtspersonen.

Bei einer Variante des Haustürbetrugs sprechen die Betrüger nicht einmal mehr persönlich vor, sondern werfen namentlich ausgefüllte "Benachrichtigungen" ein: Weil angeblich niemand angetroffen wurde, sollen die Opfer dann "zur Vereinbarung eines Gesprächstermins in Ihrer Angelegenheit" oder "zur Abholung Ihres Pakets" eine kostenintensive Telefonnummer anrufen.