Tipps

Geldwäscher erkennen

Ratschläge und nützliche Verhaltensregeln, damit Sie sicher leben.

Bei folgenden Anhaltspunkten sollten Verbraucher wachsam sein. Sie könnten darauf hindeuten, dass Geldwäscher am Werk sind:

  • Annoncen unbekannter Geschäftsleute, die in Zeitungsanzeigen oder im Internet Geschäftspartner suchen, die gegen hohe Provisionen ihre Bankverbindung und ihre Wohnadresse zur Verfügung stellen.
  • Stellenanzeigen ausländischer Firmen, die zum Beispiel Testeinkäufer suchen. Dabei kann die Tarnung sehr ausgefeilt sein, so dass die Interessenten zunächst nicht argwöhnisch werden: Sie durchlaufen einen ganz normalen Bewerbungsprozess mit den üblichen Verfahren wie Aufgabenbeschreibung, Gehaltsverhandlung oder Probezeitvereinbarung. Rasch kann sich jedoch herausstellen, dass die vermeintlich als Testeinkäufer „eingestellten“ Bewerber als Finanzagenten eingesetzt werden sollen.
  • Versuche mittels Werbemails oder Schreiben von Kreditinstituten an Kontendaten, verschlüsselte Geheimzahlen oder Passwörter zu gelangen.
  • Bereitschaft von Mietinteressenten, hohe Mietkautionszahlungen zu akzeptieren oder Anweisungen an den Vermieter, bei Wohnungskündigung die einbehaltene Mietkaution ins Ausland zu überweisen.
  • Vorschlag unbekannter Käufer, wertvolle Güter, die von Privatpersonen (auf Internetportalen) zum privaten Verkauf angeboten werden, bar zu bezahlen.
  • Vorsicht ist auch geboten, wenn Käufer bei größeren Bargeldanzahlungen anbieten, den Kaufpreis in Tranchen unter 15.000 Euro zu begleichen, so dass der Verkäufer den Betrag auf verschiedene Konten einzahlen kann. Ziel dieser Splittungen ist es, die Sicherungssysteme der Kreditinstitute zu umgehen. Diese werden bei größeren Bargeldeinzahlungen ihrer Kunden rasch misstrauisch.
  • Wenn Händler bei größeren Bargeldzahlungen, zum Beispiel bei einer Baranzahlung für ein Auto, die Legitimation des privaten Käufers nicht überprüfen.

 

Weitere Informationen zum Geldwäschegesetz finden Interessierte auf der Internetseite des Bundeskriminalamts oder auf den Internetseiten der Landeskriminalämter. Darüber hinaus haben mit Baden-Württemberg und Hessen die ersten Bundesländer Informationen zur Auslegung des Geldwäschegesetzes im Internet eingestellt.

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