Aktuelles aus der Welt
der Kriminalität

Finanzagenten

Vorsicht vor dubiosen Stellenangeboten

Viel Geld für wenig Arbeit! Wer will das nicht? Doch Vorsicht ist geboten, häufig verstecken sich hinter solchen Angeboten illegale Handlungen.

Haben Sie eine Anzeige gesehen oder wurden Sie angesprochen, für wenig Arbeit viel Geld zu verdienen? Sie müssen lediglich auf Ihrem Konto eingehende Gelder, dessen Herkunft Sie nicht kennen, abzüglich Ihrer Provision an unbekannte Dritte weiterleiten?

Achtung!

Sie machen sich strafbar und werden zu einem sogenannten Finanzagenten. Finanzagenten sind Personen, die illegal erlangte Gelder an Dritte weiterleiten. Gegen Sie wird wegen des Verdachts der Geldwäsche ermittelt. 

Um Bürgerinnen und Bürger für diese Gefahren zu sensibilisieren und auf dieses Risiko hinzuweisen, hat Europol gemeinsam mit vielen weiteren Europäischen Behörden eine Sensibilisierungskampagne "Don’t be a money mule!“ (Werden Sie kein Finanzagent!) gestartet.

Mehr zum Thema Finanzagenten.

--------------------------------------------------------------------------------------

Halloween

Ein Streich kann böse Folgen haben

Seit einigen Jahren wird auch in Deutschland in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November das Halloween-Fest gefeiert. Ein Brauch, der ursprünglich von irischen Einwanderern in die USA mitgebracht wurde. Dazu gehört auch, dass Kinder als Geist oder Hexe verkleidet von Haus zu Haus ziehen und um Süßes bitten. Wer nichts gibt, dem wird ein Streich gespielt.
Kommt es bei den Streichen allerdings zu Sachbeschädigungen, handelt es sich nicht mehr nur um ein Kavaliersdelikt: zum Beispiel zerkratzte Autotüren, verklebte Autoschlösser oder Farbschmierereien auf Hauswänden (illegale Graffiti).
Die Polizei weist darauf hin, dass derartige "Streiche", bei denen das Eigentum anderer beschädigt oder zerstört wird, verboten sind und bei Zuwiderhandeln mit Geld- und sogar Gefängnisstrafen zu rechnen ist. Absolut tabu sind Streiche, bei denen Menschen zu Schaden kommen können. Sollten die Tatverdächtigen noch nicht strafmündig sein, drohen ihnen zumindest Schadensersatzforderungen.


Mehr zum Thema Vandalismus.

--------------------------------------------------------------------------------------

Anträge für Einzelmaßnahmen zum Einbruchschutz im Programm Altersgerecht Umbauen können weiter gestellt werden

Die Mittel aus dem Bundeshaushalt 2016 zur Förderung von Maßnahmen zum Einbruchschutz sind aufgrund der hohen Nachfrage bereits aufgebraucht. Im Kabinettsentwurf zum Bundeshaushalt für 2017 sind jedoch ausreichende Mittel über 50 Mio. Euro vorgesehen.

Zusagen zur Förderung einbruchsichernder Maßnahmen im verbleibenden Jahr 2016 erfolgen daher unter dem Vorbehalt, dass Mittel aus dem Bundeshaushalt 2017 für den Verwendungszweck Einbruchschutz in dem vorliegenden Produkt bereitgestellt werden. Die Zusagen werden erst mit Inkrafttreten des Bundeshaushaltsgesetzes für das Jahr 2017 und der Ausstattung von Mitteln für den Verwendungszweck Einbruchschutz in dem vorliegenden Programm wirksam.

Ein Hinweis über das Inkrafttreten des Bundeshaushaltsgesetzes für das Jahr 2017 erfolgt im Januar 2017 auf http://www.kfw.de/455 bzw. http://www.kfw.de/einbruchschutz. Hier finden Sie auch nähere Informationen zum Förderprogramm.

Sie können jedoch nach Erhalt Ihrer Zusage bereits mit dem geplanten Vorhaben beginnen, die Voraussetzung zum Vorhabensbeginn gemäß Merkblattbedingungen gilt als eingehalten. Die Zuschüsse werden frühestens 2017 allerdings nur unter dem o.g. Vorbehalt ausgezahlt.

Bereits durch die KfW zugesagte Anträge ohne den o.g. Vorbehalt bleiben hiervon unberührt. Die dafür erforderlichen Bundesmittel sind für die Auszahlung des Zuschusses reserviert.

Weitere Informationen zum Thema Förderung finden Sie unter http://www.k-einbruch.de/foerderung

--------------------------------------------------------------------------------------

Wichtiger Hinweis der KfW zur Zuschussförderung von barrierereduzierenden Maßnahmen (einschl. Kombianträgen Barrierereduzierung und Einbruchschutz im Programm Altersgerecht Umbauen)

In diesem Jahr ist die Nachfrage nach der Zuschussförderung für barrierereduzierende Maßnahmen einschließlich Kombianträgen Barrierereduzierung und Einbruchschutz sehr hoch.

Die Mittel aus dem Bundeshaushalt in Höhe von 49 Millionen Euro für 2016 sind aufgebraucht. Eine Zusage für Zuschüsse für barrierereduzierende Maßnahmen einschließlich Kombianträgen Barrierereduzierung und Einbruchschutz kann daher nach Ausschöpfung der Mittel nicht mehr erfolgen.

Hinweis für KfW-Kunden mit erhaltenen Zusagen:

  • Bereits durch die KfW zugesagte Anträge für die Förderung barrierereduzierender Maßnahmen bleiben unberührt. Die dafür erforderlichen Bundesmittel sind für die Auszahlung des Zuschusses reserviert. Die produktgemäße Durchführung des Vorhabens ist spätestens 36 Monate nach Erstellung der Zusage nachzuweisen. Für die Förderbereiche zur Barrierereduzierung reichen Sie der KfW bitte das vollständig ausgefüllte und unterschriebene Formular "Bestätigung nach Durchführung - Einzelmaßnahmen zur Barrierereduzierung" zusammen mit den Rechnungskopien ein. Für den Umbau zum Altersgerechten Haus benötigt die KfW dir vom Sachverständigen unterschriebene "Bestätigung nach Durchführung - Standard Altersgerechtes Haus" (Ausführliche Informationen dazu finden Sie im Merkblatt).

Hinweis für KfW-Kunden ohne Zusage:

  • Die Antragsstellung für barrierereduzierende Maßnahmen einschließlich Kombianträgen Barrierereduzierung und Einbruchschutz ist ab sofort nicht mehr möglich.
  • Falls Sie bereits einen Antrag gestellt haben, erhalten Sie zeitnah eine Information darüber, ob noch eine Zusage erteilt werden konnte. Um den Bearbeitungsprozess für Sie so schnell und effizient wie möglich zu gestalten, bitten wir Sie von telefonischen Anfragen zum aktuellen Stand abzusehen.

Förderprodukte, die Ihnen weiterhin zur Verfügung stehen:

Ansprechpartner: Telefonische Informationen zu den Förderprodukten der KfW erhalten Sie unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 / 539 9002.

--------------------------------------------------------------------------------------

Pokémon GO: Spielen, aber sicher!

Der Hype um das "Augmented-Reality"-Spiel "Pokémon GO" kennt keine Grenzen. Verständlich: Das Spiel macht Spaß und lässt Kindheitserinnerungen wieder aufblitzen. Der Haken: Beim vertieften Spielen sinkt die Aufmerksamkeit für die Umgebung. Das kann lebensgefährlich sein, beispielsweise im Straßenverkehr oder bei der Monsterjagd in Nähe von Bahnanlagen. Weitere Risiken: Kostenfallen und Datennutzung.

Die Polizei gibt Tipps für sicheres Spielvergnügen:

  • Seien Sie grundsätzlich aufmerksam, besonders im Straßenverkehr. Beim Überqueren von Straßen sollte der Blick nicht auf das Handy, sondern auf den Verkehr gerichtet sein. 
  • Betreten Sie beim Spielen keine Bahnanlagen. Bahnstrom mit 15.000 Volt kann schon ohne Berührung einer Stromleitung tödlich sein. 
  • Gehen Sie nicht alleine nachts auf die Jagd. An dunklen und abgelegenen Orten sind Sie ein leichtes Ziel beispielsweise für Diebe.
  • Noch ein Tipp für spielende Kinder: Deaktivieren Sie als Eltern die In-App-Kauffunktion. Die App ist zwar kostenlos, jedoch können Sie Spielgegenstände dazukaufen, was speziell bei Kindern, zu unerwarteten Kosten führen kann.

Mehr über Gefahren im Internet

--------------------------------------------------------------------------------------

Polizeiliche Kriminalstatistik 2015

Auch 2015 waren vermehrt Einbrecher unterwegs

Für das Jahr 2015 verzeichnet die Polizeiliche Kriminalstatistik den höchsten Anstieg der Zahlen beim Wohnungseinbruchsdiebstahl in den letzten 15 Jahren. Waren es im Jahr 2014 noch 152.123 Fälle, wurden 2015 insgesamt 167.136 Fälle einschließlich der Einbruchsversuche erfasst, das ist ein Anstieg um 9,9 Prozent. Damit erreichen die Fallzahlen ungefähr wieder das hohe Niveau des Jahres 1998. Die Aufklärungsquote lag 2015 bei 15,2 Prozent. Die Einbrecher verursachten mit den registrierten 95.836 vollendeten Fällen von Wohnungseinbruchdiebstahl im vergangenen Jahr einen Schaden (nur Diebesgut/Beute) von rund 441 Millionen Euro (2014: 422 Millionen Euro). Eingebrochen wurde meist über leicht erreichbare Fenster und Wohnungs- bzw. Fenstertüren.

Dabei können viele Einbrüche durch richtiges Verhalten, aufmerksame Nachbarn und die richtige Sicherungstechnik verhindert werden. Dass Präventionsmaßnahmen wirken, belegt trotz der gestiegenen Fallzahlen der hohe Versuchsanteil beim Wohnungseinbruch: So blieben im Jahr 2015 42,7 Prozent der Einbruchsdelikte im Versuchsstadium stecken. Über den Zeitraum der zurückliegenden 15 Jahre ist der Anteil vollendeter Fälle stetig gesunken, wie die steigenden Versuchszahlen zeigen. Dies beruht unter anderem auf Verbesserungen der Sicherungsmaßnahmen im privaten Bereich gegen Wohnungseinbruchdiebstahl und bestätigt die entsprechenden Präventionsaktionen der Polizei hinsichtlich des zu erzielenden Erfolges.

Wie Sie sich schützen können, erfahren Sie auch unter www.k-einbruch.de , der Webseite der im Herbst 2012 von der Polizei und Kooperationspartnern aus der Wirtschaft gestarteten Einbruchschutzkampagne K-EINBRUCH. Unter www.k-einbruch.de/foerderung erhalten Sie zudem umfassende Informationen zur staatlichen Förderung von Einbruchschutz.

Taschendiebstahl: Zahlen weiter gestiegen

Laut Polizeilicher Kriminalstatistik wurden im Jahr 2015 in Deutschland insgesamt 168.142 Taschendiebstähle angezeigt, 2014 waren es noch 157.069 Fälle. Mit diesem Anstieg von sieben Prozent sind die Zahlen weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Insbesondere das Gedränge bei Veranstaltungen, in Geschäften oder öffentlichen Verkehrsmitteln machen sich die Diebe zunutze, um zuzuschlagen. Im Jahr 2015 entstand dabei ein Schaden von 50,8 Millionen Euro. Die meisten Fälle bleiben unaufgeklärt (Aufklärungsquote 2015: 6,4 Prozent), denn Taschendiebe sind oft professionelle, international reisende Täter, die grenzüberschreitend in ganz Europa aktiv sind. Insgesamt wurden 2015 9.142 Tatverdächtige in Deutschland registriert, davon waren 66,7 Prozent 21 Jahre und älter. Wie die Infografik der Polizeilichen Kriminalprävention zeigt, sind es insbesondere auch Kinder und Jugendliche, die beim Taschendiebstahl ertappt werden. 2015 waren 16,6 Prozent der Tatverdächtigen unter 18 Jahre alt.

Körperverletzung: Fälle gehen erneut zurück

Die zahl der gefährlichen und schweren Körperverletzungsdelikte ist laut der Polizeilichen Kriminalstatistik auch im Jahr 2015 weiter gesunken. Während 2014 noch 57.594 Fälle von gefährlicher und schwerer Körperverletzung registriert wurden, waren es 2015 nur noch 56.479 Fälle. Wie der Zehnjahresvergleich der Infografik zeigt, gehen die Fallzahlen seit 2008 kontinuierlich zurück. Nach wie vor ist aber besorgniserregend, dass nahezu ein Drittel (31,9 Prozent) der Tatverdächtigen während der Tat unter Alkoholeinfluss stand.

Der Großteil der Tatverdächtigen war männlich (88,2 Prozent). Minderjährige und Heranwachsende machten rund 36 Prozent aller Tatverdächtigen aus. Eine gefährliche Körperverletzung liegt bereits dann vor, wenn mehrere Täter gemeinschaftlich handeln, auch ohne Einsatz von Waffen oder gefährlichen Werkzeugen. Gruppentaten sind bei Minderjährigen verbreiteter als bei älteren Personen. Häufig sind auch die Opfer Jugendliche oder junge Erwachsene.

Infografiken

--------------------------------------------------------------------------------------

Empfehlungen der Polizei in großen Menschenmengen

1. Was sollten insbesondere Frauen beachten, die sich in einer großen Menschenmenge aufhalten?
Wer eine Gruppe – womöglich betrunkener – pöbelnder Männer beobachtet und ein ungutes Gefühl hat, macht besser einen großen Bogen um sie herum. Gerade bei Menschenansammlungen wie an Fasching sollte man darauf verstärkt achten. Am besten schützt jedoch die Gruppe. Gerade in diesen Situationen und nachts hilft es, nicht allein, sondern mit mehreren unterwegs zu sein.

2. Angetanzt und ausgeraubt – wie kann man sich davor schützen?
Idealerweise sollte man solche Situationen von vorneherein vermeiden. Dies ist bei großen Menschenansammlungen und im dichten Gedränge nicht immer möglich. Auch hier kann die Gruppe schützen. Denn Täter können bei Personen, die allein unterwegs sind, eher Beute machen.

3. Wie sollte ich mich verhalten, wenn ich mich in Bus oder Bahn bedroht fühle?
Die Situation so schnell es geht verlassen. Keinesfalls sollte man sich auf Diskussionen mit den Tätern einlassen oder sie provozieren. Wenn es irgendwie geht, sollten Frauen rasch weggehen und sich in Sicherheit begeben. Ist das nicht möglich, können sie laut um Hilfe rufen und Zeugen direkt ansprechen, z.B. „Sie da in der roten Jacke, bitte rufen Sie die Polizei.“ Das Opfer sollte die Angreifer niemals duzen, sondern siezen. Das hilft Außenstehenden zu erkennen, dass es keine private Situation ist.

4. An wen sollten Opfer sich wenden? Was hilft, um die Täter im Nachhinein zu identifizieren?
Es ist wichtig Anzeige zu erstatten, sonst können Täter gar nicht erst verfolgt und gestoppt werden. Nach traumatisierenden Situationen ist auf jeden Fall eine Opferberatungsstelle ein weiterer Anlaufpunkt, um das Geschehen verarbeiten zu können. Wenn möglich sollten sich Opfer während der Tat Auffälligkeiten am Täter merken, z.B. eine Tätowierung. Das hilft später bei der Identifizierung.

Weitere Informationen finden Sie hier.

--------------------------------------------------------------------------------------

Landeskriminalämter und Bundeskriminalamt warnen vor neuer Betrugsmasche zum Nachteil von Unternehmen

Beim CEO-Fraud geben sich Täter - nach Sammlung jeglicher Art von Information über das anzugreifende Unternehmen – beispielsweise als Geschäftsführer (CEO) des Unternehmens aus und veranlassen einen Unternehmensmitarbeiter zum Transfer eines größeren Geldbetrages ins Ausland.

Die Täter nutzen hierfür Informationen, die Unternehmen in Wirtschaftsberichten, im Handelsregister, auf ihrer Homepage oder in Werbebroschüren veröffentlichen. Die Täter legen ihr Augenmerk insbesondere auf Angaben zu Geschäftspartnern und künftigen Investments. Für die Täter sind beispielsweise E-Mail-Erreichbarkeiten von Interesse, da sie daraus die Systematik von Erreichbarkeiten herleiten. Soziale Netzwerke, in denen Mitarbeiter ihre Funktion und Tätigkeit oder persönliche Details preisgeben, stellen ebenfalls eine wichtige Informationsquelle dar.

Auf diese Weise verschaffen sich die Täter das für den Betrug notwendige Insiderwissen über das betreffende Unternehmen.
Die Täter nehmen mit dem "ausgeforschten" Mitarbeiter Kontakt auf und geben sich als Leitende Angestellte, Geschäftsführer oder Handelspartner aus. Dabei fordern sie z.B. unter Hinweis auf eine angebliche Unternehmensübernahme oder angeblich geänderter Kontoverbindungen den Transfer eines größeren Geldbetrages auf Konten in China und Hong Kong, aber auch in osteuropäischen Staaten.
Die Kontaktaufnahme erfolgt in der Regel über E-Mail oder Telefon, wobei E-Mail-Adressen verfälscht und Telefonnummern verschleiert werden.
Durch CEO-Fraud konnten Kriminelle in den letzten Monaten bereits mehrere Millionen Euro mit zum Teil gravierenden Folgen für das betroffene Unternehmen bzw. die getäuschten Mitarbeiter erbeuten. In einer Vielzahl von Fällen waren die Täter jedoch nicht erfolgreich, weil die kontaktierten Mitarbeiter aufmerksam waren und sich von den professionell vorgehenden Tätern nicht täuschen ließen.

Zum Schutz vor der Betrugsmasche rät die Polizei:

  • Achten Sie darauf, welche Informationen über Ihr Unternehmen öffentlich sind bzw. wo und was Sie und Ihre Mitarbeiter im Zusammenhang mit Ihrem Unternehmen publizieren!
  • Führen Sie klare Abwesenheitsregelungen und interne Kontrollmechanismen ein!
  • Sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeiter hinsichtlich des beschriebenen Betrugsphänomens!
  • Bei ungewöhnlichen Zahlungsanweisungen sollten - vor Veranlassung der Zahlung folgende Schritte durchgeführt werden:
     1. Überprüfen der E-Mails auf Absenderadresse und korrekte Schreibweise
     2. Verifizieren der Zahlungsaufforderung über Rückruf bzw. schriftliche   Rückfrage beim Auftraggeber
     3. Kontaktaufnahme mit der Geschäftsleitung bzw. dem Vorgesetzten
  • Wenden Sie sich bei Auffälligkeiten und Fragen an die örtliche Polizeidienststelle oder an das LKA!

-------------------------------------------------------------------------------------------

Vorsicht beim Umgang mit Silvesterfeuerwerk

Jedes Jahr in der Nacht vom 31. Dezember auf den 01. Januar feiern Menschen weltweit den Jahreswechsel. Viele freuen sich in der Silvesternacht über das alljährliche Feuerwerk und geben dafür manchmal sehr viel Geld aus. Dabei kommt es regelmäßig zu Verbrennungen und Verletzungen, weil Feuerwerkskörper nicht nach Gebrauchsanleitung verwendet, beziehungsweise illegale oder selbstgebaute Silvesterböller abgebrannt werden. Dass man sich dabei auch strafbar machen kann, ist kaum bekannt.

Der Einsatz der Feuerwerkskörper ist in Deutschland streng geregelt:

  • Nur Erwachsene (ab 18 Jahre) dürfen zum Jahreswechsel Silvesterfeuerwerk nutzen (Feuerwerk der Kategorie F 2). Kleinstfeuerwerk (Feuerwerk der Kategorie F1), z.B. Tischfeuerwerk, Wunderkerzen und andere Artikel, das für den Gebrauch im Haus bestimmt ist, darf schon von Personen ab 12 Jahren abgebrannt werden und dies das ganze Jahr über. Feuerwerk der Kategorien F3 und F4 dagegen darf nur mit besonderer behördlicher Erlaubnis verkauft, besessen und abgebrannt werden.
  • Silvesterfeuerwerk darf in den Geschäften nur an den letzten drei Tagen des Jahres und nur an Erwachsene verkauft werden. Eine Zuwiderhandlung ist nach dem Sprengstoffgesetz strafbar.
  • Die Feuerwerkskörper müssen von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) oder einer vergleichbar benannten Stelle überprüft und zugelassen sein. Geprüfte und zugelassene Böller sind an einem amtlichen Zulassungszeichen zu erkennen. In Deutschland darf nur zugelassenes Feuerwerk gekauft und abgebrannt werden. 
  • Nicht geprüfte und zugelassene Böller sind in Deutschland verboten. Ihr Besitz, die Weitergabe und das Abbrennen sind gemäß Sprengstoffgesetz strafbar. Es drohen Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren oder Geldstrafen bis zu 50.000 Euro. Darüber hinaus ist die Einfuhr ungeprüfter Feuerwerkskörper verboten. Sie stellt einen Verstoß gegen das Sprengstoff- und Zollrecht dar. 
  • Wer einen Sprengsatz beispielsweise anhand einer Anleitung aus dem Internet selbst herstellt, macht sich ebenfalls strafbar. Solche Explosivstoffe (Selbstlaborate) unterliegen dem Waffengesetz und/oder dem Sprengstoffgesetz und gelten als Sprengvorrichtungen. Bei entsprechenden Vergehen droht eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren. 
  • Strafbar ist auch das Herbeiführen einer Explosion.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Infoblatt!

-------------------------------------------------------------------------------------------

Neues zur Förderung von Einbruchschutzmaßnahmen

Seit November 2015 fördert die KfW-Bankengruppe (KfW) gezielte Einzelmaßnahmen zum Schutz gegen Wohnungseinbruch und ergänzt damit die seit Oktober 2014 bestehenden Förderprogramme "Altersgerecht Umbauen" und "Energieeffizient Sanieren".

Eckpunkte des neuen Förderprogramms:

  • Investitionen in Maßnahmen des Einbruchschutzes (Material- und Arbeitskosten) als Investitionszuschuss  (ab 19.11.2015) in Höhe von 10% oder als zinsgünstige Kreditvariante (ab 01.04.2016)
  • Mindestinvestition: 2.000 EUR; Investitionsobergrenze für die Zuschussvariante 15.000 EU

Förderschwerpunkte:

  • Einbruchhemmende Nachrüstsysteme für Haus- und Wohnungseingangstüren und Fenster
  • Einbau von einbruchhemmenden Haus- und Wohnungseingangstüren (Der Einbau/Austausch einbruchhemmender Fenster, Balkon- und Terrassentüren wird im Programm "Energieeffizient Sanieren – Kredit/Zuschuss (Nr. 151/152/430)"gefördert.)
  • Einbau einbruchhemmender Gitter und Rollläden
  • Einbau von Einbruch- und Überfallmeldeanlagen
  • Weitere Maßnahmen wie Türspione, Bild-(Gegensprechanlagen), z.B. mit Videotechnik

Förderberechtigt ist jeder, der in den Einbruchschutz einer bestehenden Wohnimmobilie investiert (Eigentümer und Mieter).
Die Kombination von Einzelmaßnahmen zum Einbruchschutz und barrierereduzierenden Maßnahmen erfolgt durch einen "Kombi-Antrag".

Weitere Informationen.

Wichtig: Die Antragstellung muss vor Beginn des Vorhabens erfolgen.Alle Maßnahmen zum Einbruchschutz müssen den genannten Anforderungen gemäß DIN oder VDE entsprechen und sind durch spezialisierte Fachunternehmen auszuführen. Weitere Informationen zum fachgerechten Einbau DIN-geprüfter und zertifizierter Sicherheitstechnik erhalten Sie in den Polizeilichen Beratungsstellen; Herstellerverzeichnisse und Errichterlisten unter www.k-einbruch.de. Die bisherigen Förderprogramme "Energetisch Sanieren" bzw. "Altersgerechter Umbau" in Kombination mit Maßnahmen des Einbruchschutzes stehen weiterhin zur Verfügung. Hier geht es direkt zum neuen Förderprogramm der KfW gegen Wohnungseinbruch!

Weiterführende Informationen des Deutschen Forums für Kriminalprävention

------------------------------------------------------------------------------------------------------

Nachbarschaftshilfe erhöht die Sicherheit

Eine gute Nachbarschaft ist gerade für ältere Menschen wichtig. Regelmäßiger Kontakt ist nicht nur gut für das Zusammenleben, sondern auch für die Sicherheit des Einzelnen. Denn aktive Nachbarschaftshilfe kann dazu beitragen, Kriminelle fernzuhalten. Betrüger und Diebe vertrauen oft darauf, dass ihre Machenschaften wie Haustürbetrug, Diebstahl oder Einbruch unentdeckt bleiben. Gegenseitige Aufmerksamkeit und Hilfe trägt dazu bei, dass sich insbesondere Senioren in den eigenen vier Wänden sicher fühlen.

Tipps der Polizei zur aktiven Nachbarschaftshilfe:

  • Tauschen Sie mit den Nachbarn im Wohnblock oder in der Straße Telefonnummern aus.
  • Achten Sie auf Unbekannte im Haus, auf dem Nachbargrundstück oder im Wohngebiet. Informieren Sie Ihre Nachbarn und die Polizei über verdächtige Beobachtungen.
  • Sind Sie oder Ihre Nachbarn im Urlaub, helfen Sie sich gegenseitig, so dass Wohnung oder Haus bewohnt erscheinen: Leeren Sie den Briefkasten, betätigen Sie die Rollläden und ziehen Sie die Vorhänge auf und zu. Auch das unregelmäßige Einschalten von Lichtern oder des Fernsehers kann mögliche Täter abschrecken.
  • Halten Sie im Mehrfamilienhaus den Hauseingang auch tagsüber geschlossen. Prüfen Sie, wer ins Haus will, bevor Sie den Türöffner betätigen.
  • Wenn Ihnen etwas ungewöhnlich vorkommt (z.B. laute Geräusche in der Wohnung nebenan, obwohl die Nachbarn verreist sind), verständigen Sie die Polizei. Scheuen Sie sich nicht, den Notruf 110 zu wählen.

In der Broschüre "Sicher Leben" finden ältere Mitmenschen viele weitere Tipps.

Tipps zur Schutz vor Betrug an der Haustür und Einbruch.

------------------------------------------------------------------------------------------------------

Achtung Bahnstrom - 15.000 Volt sind tödlich

Fast jeden Monat verzeichnet die Bundespolizei einen Bahnstromunfall von Kindern und Jugendlichen – aus Spaß wird schnell Lebensgefahr. Denn an Bahn-Oberleitungen herrscht eine Spannung von 15.000 Volt und damit 65 Mal mehr als an der heimischen Steckdose. Was viele Jugendliche, aber auch Erwachsene nicht wissen: Strom aus den Oberleitungen kann in einem Lichtbogen über den menschlichen Körper zur Erde gelangen – auch wenn die Oberleitung gar nicht berührt wird. Es ist absolut lebensgefährlich, sich auf Gleisanlagen außerhalb der zugelassenen Wege wie dem Bahnhof zu bewegen.
Das verdeutlicht auch wie gefährlich es ist, wenn Jugendliche zum Spaß oder für eine Mutprobe auf Bahn-Waggons klettern. Damit steigt die nochmals die Gefahr von Bahnstrom getroffen zu werden.
Die Polizei warnt daher nachdrücklich davor, gesperrte Bahnanlagen zu betreten oder diese als Aufenthaltsort zu nutzen:

  • Bahn-Oberleitungen niemals mit Gegenständen usw. berühren.
  • Nicht auf Bahn-Waggons klettern. Es kann zu Stromüberschlag kommen. Gefährlich ist auch die Sogwirkung vorbeifahrender Züge, die dazu führen kann, dass man auf die Gleise stürzt.

Die Bundespolizei klärt im Medienpaket "Achtung Bahnstrom!" über die Gefahren von Bahnstrom auf.

------------------------------------------------------------------------------------------------------