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Vorbeugung macht sich für Bürger bezahlt

Systemmeldungen:

Bundesweite Kampagne zur Kriminalitätsverhütung gestartet – Polizei bietet umfassenden Beratungsservice – Vorbeugungstipps in neuem Outfit

Stuttgart. Von Ende März an präsentiert sich die Polizeiliche Kriminalprävention in Deutschland im Internet mit aktuellen Vorbeugungstipps unter www.polizei-beratung.de in völlig neuem Outfit. Denn angesichts neuer Formen der Kriminalität wird die Palette krimineller Machenschaften immer breiter und damit Prävention umso wichtiger. Zu den sog. “klassischen” Deliktsbereichen, wie Wohnungseinbruch und Kraftfahrzeugkriminalität sind beispielsweise durch die Nutzung des Internet oder die häufigere Verwendung von Zahlungskarten neue Tatrisiken mit immensen Schadenssummen entstanden. Wenn hier der Einzelne frühzeitig mit der gebotenen Aufmerksamkeit vorgeht, können auch solche Schäden oftmals verhindert werden. Der kontinuierliche Rückgang der Fallzahlen bei Wohnungseinbruch und Kraftfahrzeugkriminalität macht eines deutlich: Vorbeugung lohnt sich. Dort wo Prävention praktiziert wird, bleibt der Erfolg nicht aus. Deshalb startet die Polizei bundesweit eine Kampagne, um das Interesse und Engagement der Bevölkerung in Sachen Kriminalitätsverhütung stärker zu fördern. In dem elektronischen Informationsangebot der Polizei werden jetzt alle wichtigen und neuen Formen der Kriminalität abgedeckt. Die Bandbreite geht von A wie Anlagebetrug, über I wie Internetkriminalität oder S wie Stalking bis Z wie Zahlungskartenkriminalität. Darüber hinaus bietet die Polizei für Zielgruppen, wie z. B. Senioren, Eltern oder Lehrer übersichtliche Broschüren und Faltblätter zu aktuellen Delikten, wie Betrug, Diebstahl und Gewalt an. Die Tipps der Polizei sind kompetent, neutral, kostenlos, aber sicher nicht “umsonst”. Zudem informiert die Polizei in einem neuen Vorbeugungs-Newsletter, den die Bürgerinnen und Bürger auf Wunsch abonnieren können, über aktuelle Trends und Tipps zur Kriminalitätsverhütung.

Bundesweit startet in diesen Tagen eine groß angelegte Werbekampagne zur Kriminalitätsverhütung mit Großflächenplakaten, Fernsehspots, Werbung an Einkaufswagen, Postkarten, Broschüren und Aufklebern. Ziel dieser Aktion ist es, dass sich der Einzelne noch stärker über die Tipps zum Schutz vor Straftaten informiert, die Empfehlungen der Polizei anwendet und damit einen unverzichtbaren Beitrag für die eigene Sicherheit leistet. Getreu dem Motto “Gefahr erkannt, Gefahr gebannt”, kann eine sachgerechte Aufklärung der Bevölkerung ganz wesentlich dazu beitragen, eine Vielzahl von Straftaten zu verhindern und damit auch den neuen Tatrisiken, beispielsweise bei Online-Banking oder Online-Auktionen wirkungsvoll zu begegnen. Deshalb sind alle Bürgerinnen und Bürger gut beraten und durch die Kampagne aufgerufen, den Vorbeugungsservice der Polizei intensiver zu nutzen. Im Vordergrund der Aktion, die im Auftrag der Innenministerkonferenz gestartet wurde, stehen die neue Internet-Adresse www.polizei-beratung.de und das bundesweite Printmedienangebot der Polizei.

Aktuelle Präventionstipps im Internet

Um die Vorbeugungstipps gezielt und möglichst flächendeckend an die Bürger heranzutragen, bedient sich die Polizei innovativer Medien. So beinhaltet der neue Internet-Auftritt der Polizei neben zahlreichen interaktiven Elementen, wie dem Rätselspiel “Euro-Blütentrainer” zum Erkennen von Falschgeld oder einem interaktiven Lernspielplatz für Kinder, konkrete Vorbeugungstipps zu aktuellen Erscheinungsformen der Kriminalität, wie Betrug bei Online-Banking oder Internet-Auktionen. Damit kann sich jeder mit einem Klick gezielt über die Tricks und Raffinessen der Kriminellen informieren.

Wer allerdings nicht über das Internet mit der Polizei kommunizieren möchte, kann sich nach wie vor auch an die örtlichen Polizeidienststellen wenden und erhält dort schnell und unbürokratisch Rat und Hilfe in Sachen Sicherheit.

Die Suche nach der am eigenen Wohnort zuständigen Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle ist im “World Wide Web” mühelos möglich. Durch die Eingabe von Postleitzahl oder Ort wird die nächstgelegene Beratungsstelle schnell “ermittelt”.

Vorbeugung macht sich ganz konkret bezahlt

Viele Präventionsbeispiele aus den Bereichen Wohnungseinbruch, Trickdiebstahl, Betrugsdelikte oder Kraftfahrzeugdiebstahl belegen, wie Straftaten verhindert werden können, wenn frühzeitig sicherheitsbewusst vorgegangen wird.

So ist in den vergangenen zehn Jahren von 1993 bis 2003 die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland um über 45 Prozent zurückgegangen, und das bei einer kontinuierlich steigenden Zahl an Einbruchsversuchen: Zählte man 1993 noch 28,3 Prozent aller Einbrüche, bei denen es nicht zur Vollendung der Tat kam, lag dieser Anteil zehn Jahre später bei 34,4 Prozent. Das heißt bei über einem Drittel aller Wohnungseinbrüche bleibt es beim Versuch, “weil dem Täter buchstäblich ein Riegel vorgeschoben war”. Gerade die technische Prävention ist hier ein äußerst wirkungsvolles Mittel, um sich vor Auf- bzw. Einbrüchen zu schützen. So kann schon mit vergleichsweise geringem Aufwand Einbrechern und Dieben das Leben schwer gemacht werden.

Die Kölner Polizei stellte hierzu fest, dass in knapp 30 Prozent dieser versuchten Einbrüche der Täter bei der Tatausführung gestört, aber in über 45 Prozent der Fälle durch vorhandene technische Sicherungen abgehalten wurde. Zu ähnlichen Ergebnissen kam auch die Auswertung des Bayerischen Landeskriminalamtes zu den angezeigten Wohnungseinbrüchen. Hier machen sich Schutzvorkehrungen, wie sie die Polizei empfiehlt, in barer Münze bezahlt, wenn man an die Folgekosten eines Einbruchs denkt.

Ein weiteres Beispiel für den Erfolg vorbeugender Schutzmaßnahmen ist der Kraftfahrzeugdiebstahl: Seit 1993 sind die Fälle hier um mehr als zwei Drittel (70,6 Prozent) zurückgegangen – spezifische Präventionsmaßnahmen in Gestalt verbesserter Sicherungseinrichtungen - wie etwa der elektronischen Wegfahrsperre – zeigten Erfolg.

Nach wie vor wurden im Jahr 2003 aber immer noch über 63.000 Personenwagen in Deutschland entwendet und alleine durch Kraftfahrzeugaufbrüche richteten Kriminelle einen Schaden von 224 Millionen Euro an. Auch beim Wohnungseinbruchsdiebstahl lag 2003 die Schadenshöhe der rund 123.000 registrierten Einbrüche bei 622 Millionen Euro. Diebstahl insgesamt machte die Bürgerinnen und Bürger um die stolze Summe von 2,7 Milliarden Euro ärmer.

Wie die Beispiele zeigen, spart Vorbeugung und Verhütung den Bürgerinnen und Bürgern also Jahr für Jahr Hunderte von Millionen Euro.

In Euro und Cent messbar sind freilich nur Schäden bei Diebstahl und Vermögensdelikten – die misslichen und ärgerlichen Begleitumstände für den Einzelnen sind dabei ebenso wenig berücksichtigt wie das Leid und die Trauer, wenn Verbrechen Körper und Seele ihrer Opfer verletzen. Gerade in dieser Situation brauchen sie gezielten Rat, Hilfe und Beistand, um die Folgen eines Verbrechens besser bewältigen zu können.

Auch hier hilft www.polizei-beratung.de: Neben Beratung durch die Polizei können sich die Betroffenen via Internet alle wichtigen Informationen über Hilfsangebote und Anlaufstellen schnell und unkompliziert beschaffen.

Professioneller Beratungsservice der Polizei

Die Palette der Themen umfasst nahezu alle Deliktsfelder und Erscheinungsformen der Kriminalität und wird ständig aktualisiert. Die komplette Liste aller Broschüren, Faltblätter, “Info-Scheckkarten”, Plakate, CD-ROMs oder kompletter Medienpakete der Polizei zum Schutz und zur Vorbeugung von Kriminalität gibt es zum “Klick” unter www.polizei-beratung.de.

Dateianhang PM Öffentlichkeitskampagne.doc [110 KB]

Dateianhang PM Öffentlichkeitskampagne.rtf [22 KB] 

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