Sie wurden Opfer?

Sie wurden Opfer einer Sexualstraftat?

Lesen Sie, was Sie unbedingt beachten oder tun sollten und wer Ihnen unmittelbar helfen kann. Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu.

  • Bei akuter Bedrohung, wählen Sie 110! Die Polizei wird alles Erforderliche tun, um Sie zu schützen.
  • Zeigen Sie die Straftat bei der Polizei an. Eine Strafanzeige können Sie bei jeder Polizeidienststelle erstatten.
  • Zeigen Sie sexuelle Handlungen, die gegen Ihren Willen geschehen sind, bei der Polizei an! Tun Sie dies auch, wenn Ihnen der Täter oder die Täterin bekannt ist oder aus Ihrem persönlichen Umfeld stammt.
  • Bei akuter Bedrohung wählen Sie 110! Die Polizei wird alles tun, um Sie zu schützen und gegen den Täter oder die Täterin zu ermitteln.
  • Zur Polizei können Sie sich von einer Person Ihres Vertrauens bzw. einem Rechtsbeistand begleiten lassen.
  • So schwer es Ihnen fällt: Duschen und waschen Sie sich bis zu einer (ärztlichen) Untersuchung nicht. Nur so können Spuren gesichert werden.
  • Waschen Sie auch die Kleidung nicht, die Sie zur Zeit des Übergriffs getragen haben. Verpacken Sie die Kleidungsstücke möglichst einzeln in Papiertüten, damit alle Spuren erhalten bleiben.
  • Verändern Sie den Tatort nicht!
  • Wenn Sie vermuten, dass Sie unter dem Einfluss von K.O.-Tropfen? Opfer einer Straftat geworden sind, ist es wichtig, sofort zu handeln. K.O.-Tropfen? sind nur kurzzeitig im Blut und im Urin nachweisbar. Suchen Sie bitte umgehend die Polizei auf!

Was tun, wenn Sie noch zögern, zur Polizei zu gehen?

Vielleicht fühlen Sie sich noch nicht bereit, Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Beachten Sie bitte dennoch einige Punkte, die für eine spätere Strafverfolgung wichtig sind:

  • Wenn möglich, waschen Sie sich nicht, bevor Sie ärztlich untersucht worden sind.
  • Lassen Sie sich möglichst schnell untersuchen und Ihre Verletzungen attestieren. In fast allen Bundesländern gibt es das Angebot der anonymen Spurensicherung, das Ihnen ermöglicht, zunächst ohne Information der Polizei Spuren sichern zu lassen. Später können diese Spuren in ein Ermittlungsverfahren eingebracht werden. Auf der Internetseite von "Terres des Femmes" finden Sie Ihre nächstgelegene Stelle zur anonymen Spurensicherung.
  • Vernichten Sie keine Beweismittel; bewahren Sie z. B. Bekleidung, Wäsche, Bettlaken oder andere Gegenstände (getrocknet) auf, mit denen der Täter in Berührung gekommen ist.
  • Reinigen Sie die Kleidung, die Sie zur Tatzeit getragen haben, nicht.
  • Werfen Sie auch zerrissene Kleidungsstücke und Unterwäsche nicht weg, denn sie könnten wichtige Spurenträger sein.
  • Versuchen Sie, ein Gedächtnisprotokoll über den Tatablauf zu schreiben. Das kann Ihnen bei einer möglichen späteren Vernehmungen als Gedankenstütze helfen und für das Verfahren sehr wichtig werden.
  • Löschen Sie keine Bilder, Videos oder Nachrichten auf Ihrem Mobiltelefon, die mit dem Täter/der Täterin in Verbindung stehen. Diese können für das Strafverfahren von Bedeutung sein

Was tun bei sexueller Belästigung im Internet?

Ausführliche Informationen zu sexueller Belästigung im Internet finden Sie unter www.polizei-beratung.de