Raub

Was beinhaltet Raubstraftaten?

Lesen Sie hier, welche Erscheinungsformen von Raub es gibt und was Sie tun können, um sich zu schützen.

Raubstraftaten werden in verschiedene kriminologische Erscheinungsformen unterteilt: Raub auf Straßen, Wegen und Plätzen, Handtaschenraub, Raub aus Wohnungen, Raub auf Zahlstellen und Geschäfte, Raub auf Geld- und Werttransporte, räuberischer Angriff auf Kraftfahrer.

Allen Raubdelikten ist gemeinsam, dass die Täterin oder der Täter oft ein unverhältnismäßig hohes Maß an Gewalt einsetzt oder droht einzusetzen, um in den Besitz der Beute zu gelangen. Insbesondere der Straßen- und Handtaschenraub sind Delikte, die ganz wesentlich zur Angst vor Verbrechen in der Bevölkerung beitragen.

Der Straßenraub ist die häufigste Form bei den Raubdelikten und ein typisches Großstadtdelikt. Eine bestimmte Vorgehensweise gibt es beim Straßenraub nicht. Meist greifen männliche Einzeltäter unter 21 Jahren vorwiegend einzelne, körperlich unterlegene Opfer an. Bei jugendlichen Täterinnen und Tätern ist das Handeln innerhalb einer Gruppe typisch. Ihre Opfer sind eher im gleichen Alter wie sie. In dieser Altersklasse geht es oft nicht um eine Bereicherung, sondern die Motive sind Dominanzverhalten, Langeweile oder Nachahmung. Der Gebrauch von Waffen (relativ selten) und Gegenständen ist bei einigen Täterinnen und Tätern eingeplant, um erwarteten oder tatsächlichen Widerstand zu überwinden.

Bezeichnend für den Handtaschenraub ist das überraschende Wegnehmen bzw. Wegreißen einer Handtasche oder eines ähnlichen Gebrauchsgegenstandes ohne weitergehende Auseinandersetzung mit dem Opfer. Die Täterin oder der Täter setzt die eigene Körperkraft unter Ausnutzung des Überraschungsmoments beim Vorbeilaufen oder Vorbeifahren mit dem Motorrad, Fahrrad oder Sonstigem ein. Die Täter sind vorwiegend männliche Jugendliche, die Opfer meistens ältere Frauen. Bevorzugte Tatorte sind Stadtrandanlagen, Parkanlagen, Friedhöfe und Nebenstraßen.