Politisch motivierte Kriminalität

Straftaten - politisch oder ideologisch motiviert

Erfahren Sie hier mehr zu den Straftaten, die der Politisch Motivierten Kriminalität (PMK) zugeordnet werden und welchen Ursprung sie haben. 

Definition

Der Begriff "Politisch motivierte Kriminalität" (PMK) geht auf eine polizeiliche Definition zurück und wird umgangssprachlich seltener verwendet. Der Begriff umfasst Straftaten, bei denen eine politische oder ideologische Motivation des Täters bedeutsam war.

Phänomenologie

Eine Straftat gilt als PMK, wenn die Umstände der Tat oder die Einstellung des Täters darauf schließen lassen, dass sie sich gegen eine Person aufgrund ihrer politischen Einstellung, Nationalität, Volkszugehörigkeit, Rasse, Hautfarbe, Religion, Weltanschauung, Herkunft, sexuellen Orientierung, Behinderung oder ihres äußeren Erscheinungsbildes bzw. ihres gesellschaftlichen Status richtet.  

Politisch motivierte Straftaten entspringen den Haltungen beziehungsweise dem Hass gegenüber gesellschaftlichen Gruppen oder politischen Gegnern. Das Opfer einer politisch motivierten Straftat wird dabei auch immer als Vertreter dieser Gruppe angegriffen, da der Täter eine Botschaft senden will. Diese Taten zielen darauf, andere Menschen mit gleicher Haltung zu motivieren, ähnliche Straftaten zu begehen. In letzter Konsequenz will der Straftäter eine Veränderung des politischen Systems erreichen oder die demokratischen Grundwerte abschaffen. Das beginnt bereits bei scheinbar harmlosen Straftaten, wie einem Hakenkreuz auf einer Wand. Viele schauen einfach darüber hinweg. Aber schon allein das Symbol kann bei einigen Menschen Angst und Schrecken auslösen. Hier steht die Gemeinschaft auf der Seite des Opfers und verfolgt die Straftat.