Rechte und Ansprüche

Rechte und Ansprüche bei Hasskriminalität

Informieren Sie sich darüber, was Sie selber tun können, wer Ihnen helfen kann oder welche Leistungen für Sie in Frage kommen.

Je nachdem, welche Straftat im Rahmen der Hasskriminalität verwirklicht wurde, können Sie verschiedene Rechte und Ansprüche haben.

  • Oft ist es sinnvoll, sich durch einen Rechtsanwalt beraten zu lassen. Er vertritt Ihre Interessen vor Gericht und darf bei Ihrer Vernehmung durch das Gericht oder der Staatsanwaltschaft anwesend sein. Allerdings ist meistens schon das erste Beratungsgespräch kostenpflichtig. Der Verein WEISSER RING bietet Opfern von Gewalt einen Beratungsscheck für das rechtsanwaltliche Erstgespräch an.
  • Falls Sie rechtsschutzversichert sind, erkundigen Sie sich bei Ihrer Versicherung nach einer Kostenübernahme. Sind Sie nicht rechtschutzversichert, lesen Sie mehr zu einer möglichen Kostenübernahme.
  • In manchen Fällen können Sie beantragen, vom Gericht einen eigenen „Opferanwalt“ bestellt zu bekommen. Der Opferanwalt oder die Opferanwältin vertritt dann Ihre Interessen im Strafverfahren und vor Gericht. Folgt das Gericht Ihrem Antrag, ist die opferanwaltliche Tätigkeit für Sie kostenfrei.
  • Auf Antrag können sie gegebenenfalls als „Nebenkläger“ im Strafverfahren auftreten. Das erweitert Ihre Rechte.  Informieren Sie sich zur Nebenklage.
  • In Fällen massiver Bedrohung oder Ehrverletzung und insbesondere bei Körperverletzung können auf Antrag Entschädigungsleistungen für die Opfer gewährt werden. Dazu hat der Deutsche Bundestag als Akt der Solidarität des Staates und seiner Bürger/innen mit den Betroffenen einen Entschädigungsfond beim Bundesamt für Justiz eingerichtet.
  • Opferhilfeeinrichtungen stehen Ihnen während des gesamten (Straf-) Verfahrens und darüber hinaus zur Seite und unterstützen Sie in allen Bereichen.