Hasskriminalität

Wenn Vorurteile in Gewalt umschlagen

Erfahren Sie hier mehr darüber, was Hasskriminalität bedeutet, wie sie entsteht und welche Ausmaße sie annehmen kann. 

Täterinnen und Täter von Hasskriminalität leben ihre Vorurteile gegen andere soziale Gruppen aus und versuchen, sich über diese zu erheben.
Dahinter steht meist persönliche Unsicherheit, mangelndes Selbstwertgefühl oder Angst vor Neuem oder Fremden. Oft mangelt es den Täterinnen und Tätern an Einfühlungsvermögen und sie sind intolerant gegenüber anderen Menschen und Lebensweisen. Letztendlich versuchen die Täter ihre persönlichen Defizite und das häufig selbst empfundene Versagen durch die Abwertung und die gewalttätigen Angriffe auf Personen einer sozialen Gruppe zu kompensieren.

Im Prinzip kann jeder und jede aus jeder sozialen Gruppe Opfer von Hasskriminalität werden.

Hasskriminalität richtet sich zum Beispiel gegen Menschen anderer Herkunft, mit dunkler Hautfarbe, Geflüchtete, Angehörige eines anderen Glaubens, Menschen anderer sexueller Orientierung, Menschen mit Behinderungen, etc.

Die Täter suchen sich dabei ihre Opfer zufällig aus der abgewerteten Gruppe aus. Es geht ihnen an sich nicht um die konkrete Person, sondern um eine (Hass-)Botschaft an die soziale Gruppe. Die Verletzung eines Menschen ist für sie ein Mittel zum Zweck: die Mitglieder der anderen Gruppe sollen in Angst und Schrecken versetzt werden.
So kann aus der Abwertung einer sozialen Gruppe Hass werden, der zu einer vermeintlichen Rechtfertigung von Gewalt führt.

Wenn das Motiv einer Straftat in einer Weltanschauung oder in einer politischen Gesinnung begründet liegt, spricht die Polizei auch von politisch motivierter Kriminalität.