Praktische Hinweise

Ratschläge und nützliche
Verhaltensregeln, damit Sie sicher
leben.

So können Sie sich schü

Dass man sich vor Diebstahl und Einbruch schützen kann, zeigt die Erfahrung der Polizei: Über ein Drittel der Einbrüche bleibt im Versuch stecken, nicht zuletzt wegen sicherungstechnischer Einrichtungen. Aber auch durch richtiges Verhalten und aufmerksame Nachbarn werden Einbrüche verhindert.

Ratschläge, wie Sie sich und Ihr Eigentum wirkungsvoll schützen können, finden Sie in der Broschüre Sicher wohnen – Einbruchschutz, die Sie online ansehen oder kostenlos anfordern können.

Nutzen Sie den kostenlosen Service einer sicherungstechnischen Fachberatung in einer von bundesweit rund 300 Kriminalpolizeilichen Beratungsstellen, bevor Sie beschädigte Schlösser, Fenster oder Türen komplett ersetzen lassen. So vermeiden Sie unnötige oder unsinnige Anschaffungen, die möglicherweise nur ein trügerisches Gefühl von Sicherheit vermitteln. Weitere Informationen zu einbruchshemmenden Produkten.

Beugen Sie vor und führen Sie Ihre Wertgegenstände in einer Wertgegenstandsliste auf, die Sie herunterladen können. So kann im Falle eines Falles aufgefundenes Diebesgut besser zugeordnet werden.

So sichern Sie sich den Ersatz Ihrer Schäden.

Für den Ersatz beschädigter oder entwendeter Sachen kommt möglicherweise Ihre Hausrat- oder Gebäudeversicherung auf.

Verständigen Sie daher umgehend die Schadenabteilung. In der Regel werden Ihnen der Wert der entwendeten Gegenstände sowie der durch den Einbruch entstandene Sachschaden ersetzt. Voraussetzung hierfür ist bei den meisten Versicherungen, dass die Fenster während Ihrer Abwesenheit geschlossen und die Haustür zugesperrt waren.

Sollten Sie durch die Tat in eine materielle Notlage geraten sein, erhalten Sie in bestimmten Fällen auch von der Opferhilfeorganisation WEISSER RING finanzielle Unterstützung.

Der Täter ist gesetzlich verpflichtet, den verursachten Schaden zu ersetzen. Dies gilt auch für Vermögensschäden. Um Ihre Ansprüche als Opfer durchzusetzen, müssen Sie in der Regel eine Zivilklage grundsätzlich auf eigene Kosten und eigenes Risiko führen. Denn nur bei bestimmten Vertragsabschlüssen werden die finanziellen Aufwendungen von Rechtsschutzversicherungen übernommen. Im so genannten Adhäsionsverfahren kann das Gericht im Zuge des Strafverfahrens über Anspruch und Höhe von Schadensersatz und Schmerzensgeld entscheiden.

 

Nach dem Einbruch ist vor dem Einbruch

Wenn Sie nach einem Einbruch beschädigte Türen oder Fenster wieder in Stand setzen, denken Sie daran: Bei über einem Drittel der Fälle bleibt es nur beim Versuch - nicht zuletzt wegen sicherungstechnischer Einrichtungen. Nutzen Sie daher den kostenlosen Service einer sicherungstechnischen Beratung in einer von bundesweit rund 300 Kriminalpolizeilichen Beratungsstellen, bevor Sie beschädigte Schlösser, Fenster oder Türen komplett ersetzen lassen. So vermeiden Sie unnötige oder unsinnige Anschaffungen, die möglicherweise nur ein trügerisches Gefühl von Sicherheit vermitteln [Informationen zu einbruchhemmenden Produkten].

Aber auch richtiges Verhalten und aufmerksame Nachbarn können einen Einbruch verhindern. Ratschläge, wie Sie sich und Ihr Eigentum wirkungsvoll schützen können, finden Sie in der Broschüre „Sicher wohnen – Einbruchschutz“.

Beugen Sie vor und führen Sie Ihre Wertgegenstände in einer Wertgegenstandsliste auf. So kann im Falle eines Falles aufgefundenes Diebesgut besser zugeordnet werden.

 

So lassen Sie Ihre ec- oder Kredit-/Zahlungskarte sperren

Eine gestohlene Zahlungskarte sollten Sie unverzüglich sperren lassen.

Veranlassen können Sie dies zu jeder Tages- und Nachtzeit unter folgenden zentralen Rufnummern:

  • Zentraler Sperrnotruf: Telefon 116 116 (kostenfrei)   
  • EC-Karten: Telefon 01805 021021 *   
  • MasterCard (nur Deutschland): 0800 - 819 1040;   
    international (R-Gespräch): +1 - 636 7227 111   
  • VISA Card (nur Deutschland): 0800 - 811 8440;   
    international (R-Gespräch): + 1 410 581 9994   
  • American Express: Telefon: 069 97971000 **   
  • Diners Club: +49 7531 - 3633 111 **
    +49 7531 - 3633 111 **

*Die Kosten betragen 14 Cent / Minute aus dem dt. Festnetz. Telefonate aus dem Mobilfunknetz können anbieterbedingt abweichen! Bei Gesprächen aus dem Ausland fallen zusätzliche Kosten an!
** Das Gespräch wird zu den Konditionen Ihres gewöhnlichen Ortstarifs abgerechnet. Telefonate aus dem Mobilfunknetz können anbieterbedingt abweichen! Bei Gesprächen aus dem Ausland fallen zusätzliche Kosten an!

Kundenservice vom Ausland aus: +49 und dann die jeweilige Nummer ohne die "0" der Vorwahl.

Zur Sperrung von Euroscheck- bzw. Bankkontenkarten benötigen Sie Ihre Kontonummer. Kreditkarten können Sie am einfachsten durch Angabe der Kreditkartennummer sperren lassen. Steht Ihnen diese nicht zur Verfügung, reichen meist auch Ihr Name, Geburtsdatum und Ihre Adresse sowie der Name Ihrer Bank. Teilweise ist auch eine nur vorübergehende Sperrung möglich. Sind Sparbücher oder Anlagedokumente abhanden gekommen, so melden Sie dies bitte unverzüglich bei Ihrem Geldinstitut.

 

Handy weg? Handeln Sie rasch!

Lassen Sie Ihren Anschluss möglichst umgehend sperren – vor allem dann, wenn das Handy eingeschaltet war. Den Auftrag dazu erteilen Sie über die Hotline des Anbieters, bei dem Sie den Kartenvertrag abgeschlossen haben. Halten Sie neben Ihrer Mobiltelefonnummer auch die Kartennummer sowie Ihr Kenn- bzw. Passwort bereit. Sie können die Sperrung jedoch auch schriftlich, z. B. per Fax, veranlassen.

Sperrnummern:   

  • T-D1: Telefon 01803 302202 *   
  • D2 Vodafone: Telefon 0800 172 1212 ***   
  • E-Plus: Telefon 0177 1000 **   
  • O2: Telefon 01805 624357 ****   
  • Zentraler Sperrnotruf: Telefon 116 116 (kostenfrei)

* 9 Cent / Minute (inkl. Ust.) aus dem Festnetz der Deutschen Telekom, abweichende Preise für Anrufe aus dem Mobilfunknetz möglich. Bei Gesprächen aus dem Ausland fallen zusätzliche Kosten an!
** Bei Anruf aus demselben Handynetz: kostenfrei. Bei Gesprächen aus dem Ausland fallen Kosten an!
*** Gebührenfrei aus allen Netzen. Bei Gesprächen aus dem Ausland fallen Kosten an!
**** Die Kosten betragen 14 Cent / Minute aus dem dt. Festnetz. Telefonate aus dem Mobilfunknetz können anbieterbedingt abweichen! Bei Gesprächen aus dem Ausland fallen zusätzliche Kosten an!

Kundenservice vom Ausland aus: +49 und dann die jeweilige Nummer ohne die "0" der Vorwahl

Sind Sie sich sicher, bestohlen worden zu sein? Dann sollten Sie umgehend Anzeige erstatten. Für die Fahndung nach Ihrem Gerät benötigt die Polizei die 15-stellige Seriennummer (IMEI-Nummer) Ihres Mobiltelefons. Diese Nummer können Sie durch Eingabe der Tastenkombination *#06# feststellen. Notieren Sie die Nummer in Ihren Unterlagen.

 

Personalausweis weg? – Das ist zu tun!

Wenn ein Personalausweis mit eingeschalteter Online-Ausweisfunktion gestohlen wurde oder abhanden gekommen ist, muss die Online-Ausweisfunktion so schnell wie möglich gesperrt werden.
Das geht im Bürgeramt oder über den 24-Stunden-Sperrnotruf 0180-1-33 33 33

Sperrnotruf- rund um die Uhr erreichbar
0180-1-33 33 33
3,9 Cent / Minute aus dem dt. Festnetz
42 Cent /Minute aus dem Mobilfunknetz maximal
auch aus dem Ausland erreichbar

Zum Sperren der Online-Ausweisfunktion über den Sperrnotruf werden der Familienname, der erste Vorname, das Geburtsdatum und das Sperrkennwort telefonisch abgefragt. Diese Angaben sind im PIN-Brief notiert. Weitere Informationen sind unter www.personalausweisportal.de/verlustfall nachzulesen.

Bitte beachten:
Der Ausweisinhaber ist zusätzlich verpflichtet, den Verlust seines Personalausweises, egal ob die Online-Ausweisfunktion eingeschaltet ist oder nicht, der zuständigen Personalausweisbehörde zu melden.

Sperren der Unterschriftsfunktion:
Für den Fall, dass der Personalausweis auch für die elektronische Signatur genutzt wurde, muss das Signaturzertifikat über den jeweiligen Anbieter gesondert gesperrt werden.

 

Hier sind Ihre Interessen als Opfer in guten Händen

In manchen Fällen ist es angebracht, sich durch einen Rechtsanwalt beraten zu lassen. Er vertritt Ihre Interessen vor Gericht. Bitte beachten Sie, dass in der Regel bereits das erste Beratungsgespräch kostenpflichtig ist. Sollten Sie rechtsschutzversichert sein, erkundigen Sie sich am besten bei Ihrer Versicherung nach einer Kostenübernahme. In finanziellen Notlagen haben Sie nach dem Beratungshilfegesetz Anspruch auf eine kostenlose anwaltschaftliche Beratung (Auskunft erteilt Ihr zuständiges Amtsgericht), unter bestimmten Voraussetzungen übernimmt auch der WEISSE RING die finanziellen Aufwendungen.

Ihr Anwalt hat das Recht, bei Ihrer Vernehmung durch das Gericht oder die Staatsanwaltschaft anwesend zu sein. Ebenso darf eine Vertrauensperson zugegen sein, wenn dadurch der Untersuchungszweck nicht gefährdet wird.

Die Betreuung von Opfern gehört zu den Aufgaben der polizeilichen Prävention bzw. jedes Polizeibeamten (Opferschutz). In einigen Bundesländern stehen Ihnen bei der Polizei so genannte Opferschutzbeauftragte zur Seite. Informationen über die Aufgaben und Möglichkeiten dieser polizeilichen Ratgeber erhalten Sie über die (Kriminal-)Polizeilichen Beratungsstellen.

 

So können Sie das Erlebte besser bewältigen – Umgang mit der Angst

Erfahrungen mit Opfern von Einbrüchen zeigen immer wieder, dass den Betroffenen neben dem materiellen Schaden vor allem Verunsicherung und Angst zu schaffen machen. Probleme, die sich manchmal ohne fremde Hilfe nicht mehr bewältigen lassen.

Gefühle der Verunsicherung ("Ich habe Angst, allein in der Wohnung zu bleiben") oder gar Selbstvorwürfe ("Wie konnte ausgerechnet mir so etwas passieren?") können die Lebensqualität der Betroffenen nachhaltig einschränken.

Scheuen Sie sich nicht, Personen zu Rate zu ziehen, denen Sie sich anvertrauen können und die Ihre Ängste verstehen.

Unterstützung bei der Verarbeitung des Erlebten leisten neben den Ihnen nahe stehenden Personen auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter qualifizierter Fachberatungsstellen oder sonstiger Hilfeeinrichtungen.

Ein erster Schritt kann ein Anruf beim gemeinnützigen Verein zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern (WEISSER RING) oder einer anderen Hilfeeinrichtung in Ihrer Stadt sein. Bei der Auswahl einer geeigneten Anlaufstelle ist Ihnen die Polizei gerne behilflich.