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Alles im Griff

Unser Medienpaket "Alles im Griff" beinhaltet die Handreichung "Knall oder Katastrophe - Wer hat's im Griff?" für Lehrkräfte sowie den Video "Alles im Griff", den Sie hier online anschauen können...

Alles im Griff

Knall oder Katastrophe - Wer hat's im Griff?

Gefahren im Umgang mit Explosivstoffen
DIN A4, 28 Seiten

Nach polizeilichen Erkenntnissen ist ein starkes Interesse bei überwiegend männlichen Jugendlichen an den Themen "Explosionen" und "Sprengchemie" festzustellen. Dieses Phänomen ist nach den statistischen Auswertungen und kriminalpolizeilichen Erfahrungen nicht neu, hat aber durch das Internet und die Terroranschläge von New York, Madrid und London eine neue Dimension erfahren. Seit 1998 werden im Internet zunehmend Bauanleitungen für Sprengvorrichtungen und Herstellungsanleitungen für explosionsgefährliche Stoffe festgestellt. Bei Erarbeitung dieser Handreichung waren über 32.000 Seiten im Internet mit diesen Inhalten abrufbar. 2005 wurden dem BKA über 90 Sprengstoffermittlungsverfahren mit nachweislichem Internetbezug gemeldet. In Deutschland aus gutem Grund nicht zugelassene und teilweise lebensgefährliche Feuerwerkskörper können problemlos über das Internet bestellt und auf dem Postweg bezogen werden. Ferner ist es möglich, sie in Nachbarländern (z. B. Polen, Tschechien) zu erwerben und illegal nach Deutschland zu überführen. Auch im Bereich der selbst hergestellten Explosivstoffe (Selbstlaborate) ist es zu einer rasanten Entwicklung gekommen. Mit der Änderung des Waffengesetzes im April 2008 wurden derartige Sprengvorrichtungen als Verbotene Waffe erfasst. Demnach macht sich also nicht nur derjenige strafbar, der eine Sprengvorrichtung besitzt, sondern auch jemand, der zur Herstellung eines Sprengsatzes - z. B. über eine Bauanleitung im Internet - anleitet! Bei entsprechenden Vergehen beträgt die angedrohte Freiheitsstrafe sechs Monate bis hin zu fünf Jahren!

09.09.2010